HOUSE – Deutschlandweites und geodatenbasiertes Einzelgebäudemodell

Das FfE-Einzelgebäudemodell HOUSE bildet den deutschen Bestand an Wohn- und Nichtwohngebäuden georeferenziert ab. Es umfasst neben gebäudespezifischen Attributen wie Grundriss, Gebäudehöhe, Baujahr und Gebäudetyp zum einen Informationen zur beheizten Fläche, zum verbauten Heizsystem und zum Wärmebedarf. Zum anderen werden mithilfe anderer FfE-Modelle wie DETECT, Wärmepumpen-Ampel und HeatGrid gebäudescharf der Bestand und das Potenzial für Aufdach-Photovoltaik, die Eignung für Luftwärmepumpen sowie die Lage in einem potenziellen Wärmenetz ergänzt.

Das Modell basiert vollständig auf frei verfügbaren Datenquellen. Basis für die Gebäudegrundrisse und Metainformationen bildet das OpenStreetMap-Projekt. Die Geodaten werden durch Verschneidung mit unterschiedlichsten Datenquellen wie Satellitendatenprodukten, LoD2-3D-Gebäudedaten, Rasterdaten des Zensus 2022, Klimadaten und vielen weiteren mit energiewirtschaftlichen Informationen angereichert. Der Gebäudetyp bzw. die Gebäudenutzung wird mithilfe einer eigens entwickelten Machine-Learning-Klassifikation abgeleitet. Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht der Parameter, die im Modell je Einzelgebäude abgebildet sind.

FfE-Einzelgebäudemodell HOUSE

Die Ebene der Einzelgebäude ermöglicht eine Aggregation der Informationen auf jegliche regionale Ebenen wie Gemeinden, Landkreise oder Bundesländer.

Anwendung findet das Modell unter anderem für Regionalisierungen von Wärmbedarfen und Heiztechnologien im Status quo wie z.B. für den Netzentwicklungsplan. Zudem nutzen mehrere Verteilnetzbetreiber unsere Daten für ihre Netzausbauplanung. Kommunen können die Daten als Basis für verschiedene Planungen und Analysen wie z.B. zur Wärmeversorgung verwenden.