Wärmepumpen in Bestandsgebäuden – Wege hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand

Energiewende bedeutet, die Treib­haus­gas­emissionen deutlich zu verringern, um die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung effektiv zu reduzieren. Einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland ist die Wärmeversorgung von Wohngebäuden durch Verbrennung von Erdgas und Heizöl. Eine vielversprechende Alternative sind elektrische Wärmepumpen, welche auch in Bestandsgebäuden sinnvoll einsetzbar sind. Viele Studien fordern für den Klimaschutz eine hohe und zeitnahe Durchdringung des Wärmemarktes mit elektrischen Wärmepumpen.

Die Herausforderung

Die Erfolgsgeschichte der Wärmepumpe steht jedoch noch vor vielfältigen Herausforderungen. Beispiele hierfür sind ökonomische Randbedingungen, Vorbehalte gegenüber dem Heizen mit Strom, der Mangel an Fachkräften, sowie das Wissensdefizit von Entscheidern. Transparente Informationen fördern hierbei eine sachdienliche Diskussion. Das Projekt „Wärmepumpen in Bestandsgebäuden“ soll über Vorurteile aufklären und Impulse zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich geben.

Wärmepumpen in Bestandsgebäuden

Den Buchveröffentlichungen Solarthermie und Energierationalität im Eigenheim, welche bereits in Zusammenarbeit mit der Wüstenrot Stiftung entstanden sind, folgt das Projekt „Wärmepumpen in Bestandsgebäuden“. Das Ziel des Projekts ist es die Rolle und die Einsatzmöglichkeiten von Elektrowärmepumpen auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand für Privatpersonen aufzuzeigen. Das Projekt bietet Hauseigentümern die Möglichkeit ein relevanter Baustein der Energiewende zu werden. Dabei sollen folgende Aspekte behandelt werden. (vgl. Abbildung 1)

 

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Abbildung 1: Arbeitspakete – Wärmepumpen in Bestandsgebäuden

Das erste Teilziel ist es, Interesse an der Wärmewende zu wecken, Vorurteile abzubauen und Interesse an Auseinandersetzung mit den darauf folgenden Schritten zu wecken. Anschließend soll die Frage, welche elektrische Wärmepumpe für ein Einzelgebäude eingesetzt werden kann, beantwortet werden. Hierbei werden verschiedene Anlagenvarianten inklusive Vor- und Nachteilen beschrieben, um die Auswahl auf Basis individueller Voraussetzungen zu unterstützen.

Im Zuge der Energiewende befindet sich unser Energiesystem in einem grundlegenden Strukturwandel. Die Analyse der Auswirkungen auf die Stromversorgung durch einen flächendeckenden Einsatz von Wärmepumpen ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der im Buch erörtert wird. So wird beispielsweise der für die Energiewende notwendige Bedarf an Erneuerbare-Energien-Anlagen näher untersucht. Die aktive Auseinandersetzung mit derartigen Fragen steigert die gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende im Allgemeinen und die Wärmewende im Speziellen.

Nicht nur Gebäudeeigentümer, auch die Politik hat Handlungsbedarf in Bezug auf die Wärmewende. Sie muss einen sinnvollen Rahmen schaffen, in dem die Klimaziele realistisch erreichbar werden. Hierzu zählt unter anderem das Schaffen gleicher Wettbewerbsbedingungen für unterschiedliche Wärmetechnologien. Abschließend sollen hierfür Handlungsempfehlungen formuliert werden.

Projektpartner

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Wüstenrot Stiftung.

 

Weiterführende Informationen:

 

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