Flexibilität elektrischer Heizsysteme im Feldtest

Beitrag von Simon Greif und Andreas Weigand in der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 06/2019.

Während sich die deutsche Energiewende bisher überwiegend auf die umweltfreundliche Bereitstellung von Strom fokussiert hat, müssen in Zukunft auch die Nutzer von Energie stärker eingebunden werden. Eine große Herausforderung ist hierbei die Emissionsreduktion der Raumwärmebereitstellung von Wohngebäuden im Altbestand. Ein Lösungsansatz ist der Einsatz elektrischer Heizsysteme, welche gezielt dann Strom verbrauchen, wenn dieser überwiegend aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. In dem Projekt „Intelligente Wärme München“ erforschen die Stadtwerke München (SWM) zusammen mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) dieses Konzept in einem Feldtest. In dieser Veröffentlichung sind die Erkenntnisse aus der ersten Testphase zusammengefasst.

Das Demonstrationsprojekt „Intelligente Wärme München“ ist Teil des Forschungsvorhabens „C/sells“, einem der SINTEG-Schaufensterprojekte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie [1]. Ziel des Projekts ist es, 500 Haushalte mit Power-to-Heat-Anlagen in München mit kostengünstiger Kommunikationstechnik auszustatten, um deren Flexibilitätspotenzial bestimmen zu können. Neben Elektrospeicherheizungen liegt der Fokus auch auf Wärmepumpen und Kälteanlagen. Diese Anlagen werden an das bereits seit vielen Jahren betriebene Virtuelle Kraftwerk der SWM angeschlossen und darüber bewirtschaftet. Über die technischen Aspekte hinaus beinhaltet das Projekt vielfältige Partizipationsmaßnahmen. So werden die teilnehmenden Nutzer über ihre Rolle in der Energiewende umfangreich informiert. Außerdem befragt das Projektteam die Kunden regelmäßig während der Tests, etwa zu deren Wahrnehmung des Heizkomforts.

Diese Veröffentlichung beinhaltet neben dem Versuchsaufbau die Herausforderungen und erste Ergebnisse des Feldtests. In der nachfolgenden Abbildung ist beispielhaft ein umgebauter Zählerschrank dargestellt.

Abbildung: Zählerschrank mit modernen Mess- und Kommunikationseinrichtungen zur hochfrequenten Zählerfernauslesung, Foto: SWM

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden