Energieeinsparpotenziale durch die Optimierung bestehender Trinkwarmwassersysteme

Betrachtung von Mietwohnungen und Einfamilienhäusern mit zentralem und dezentralem System

Zuletzt aktualisiert am 11.07.2018

Zur Erreichung der politischen Ziele zur Verminderung von CO2-Emissionen ist eine Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudesektor von hoher Relevanz. Die Maßnahmenreihenfolge lautet hierbei den Energiebedarf

1. zu reduzieren,
2. effizient zu decken,
3. über erneuerbare Energien zu decken sowie
4. systemdienlich einzusetzen.

Die Bereitstellung von Trinkwarmwasser macht in Deutschland aktuell ca. 5 % des Endenergiebedarfes aus, bezogen auf den Endenergiebedarf der privaten Haushalte über 14 %. Hierbei übersteigen in bestehenden Trinkwarmwasser-Versorgungssystemen die Energieverluste häufig den Nutzenergiebedarf, obwohl diese Verluste zum Teil durch geringinvestive Maßnahmen stark reduziert werden können.
Im Rahmen einer landesweiten Kampagne zur Energieeinsparung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, hat die FfE die Studie „Energieeinsparpotenziale durch die Optimierung bestehender Trinkwassersysteme“ erstellt.

In dieser wurden zunächst Möglichkeiten zur Verminderung von Energiebedarf und –kosten für die Bereitstellung von Trinkwarmwasser dargestellt und auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. In Kombination mit der aus statistischen Daten abgeleiteten Zusammensetzung der Trinkwarmwasser-Versorgungssysteme im Gebäudebestand in Nordrhein-Westfalen konnten daraus Energie- und Kosteneinsparpotenziale für das Bundesland bestimmt werden (siehe Abbildung 1).

abb1 Energiebedarfe

Abbildung 1: Energiebedarfe und -verluste in Nordrhein-Westfalen berechnet im aktuellen Zustand und nach der Umsetzung der wirtschaftlichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Im zweiten Teil der Studie wurden technische und ökonomische Potenziale der Nutzung von Strom aus einer eigenen Photovoltaik Anlage untersucht. Das hierfür erstellte Berechnungstool ermöglicht es die Flexibilisierung des Trinkwarmwasser- und Strombedarfs über einen thermischen bzw. elektrischen Speicher zu simulieren. Als Ergebnis wird unter anderem ein Vergleich der resultierenden Energiekosten mit und ohne Flexibilisierung des Strombezugs visuell ausgegeben (siehe beispielhaft in Abbildung 2).

Details können der Abschlusspräsentation und dem Projektbericht entnommen werden.

 abb 2 vergleich ohne Rahmen

Abbildung 2: Vergleich der jährlichen Energiekosten für die Bereitstellung von Haushaltsstrom und Trinkwarmwasser ohne und mit gezieltem Eigenverbrauch – Trinkwarmwasserwärmepumpe mit 200 l Warmwasserspeicher und 4,3 kWh Stromspeicher

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden