Ökologische und ökonomische Analyse von Brennstoffzellen-Heizgeräten

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Das ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (IFEU-Institut) wurde von der Initiative Brennstoffzelle und der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen beauftragt, eine Analyse der Perspektiven stationärer Brennstoffzellen < 10 kW durchzuführen. Als Unterauftragnehmer des IFEU bewertete die FfE innovative Vermarktungsoptionen der Brennstoffzellen in einem virtuellen Kraftwerk.

Die von der FfE untersuchten Vermarktungsoptionen ergaben bei optimierter Fahrweise ein zusätzliches, allerdings begrenztes Erlöspotenzial, siehe Abbildung 1. Durch die zusätzliche Vermarktung von Minutenreserve konnten die Erlöse nochmals erhöht werden. Das Optimum liegt bei möglichst hohem Eigenverbrauch (EV) bei gleichzeitiger Vermarktung über Day-Ahead (DA) und Minutenreserve (MR) und generiert Zusatzerlöse bis zu 80 €/Jahr im Vergleich zum rein wärmegeführten Fall (Referenzszenario). Den Zusatzerlösen über die Minutenreservevermarktung sind allerdings erhöhte IKT-Kosten gegenüber zustellen. Diese liegen in der gleichen Größenordnung wie die Zusatzerlöse über Minutenreservevermarktung. Ist die Eigenverbrauchsoption nicht gegeben, sind die Zusatzerlöse geringer und in 2020 nur noch über die MR-Vermarktung generierbar.

Abb_Zusatzerloese_durch_Stromvermarktung_450

Abbildung 1:  Zusatzerlöse inklusive Minutenreservevermarktung verglichen mit den Referenzszenarien

Insgesamt hat die Untersuchung ergeben, dass Brennstoffzellen-Heizgeräte einen wesentlichen Beitrag für die Gebäudeenergieeffizienz leisten können. Sie eignen sich besonders für den Austausch alter Heizkessel, können in kleiner Ausführung aber auch als Ergänzung zusätzlich zur Gasheizung eingesetzt werden. Gegenüber einem reinen Gas-Brennwertkessel lassen sich bis zu 40 % der CO2-Emissionen einsparen, bezogen auf den Strommix im Jahr 2020. Als weiteres Ergebnis konnte nachgewiesen werden, dass die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzellen-Heizgeräte teilweise bereits gegeben ist.

 

Auftraggeber: ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung