ISOTEG-Teilprojekt 2

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Abstract

Zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Hinblick auf Klimabedrohung und Ressourcenverknappung (durch übermäßigen Energieverbrauch im Gebäudebestand) wird die Bedeutung der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes im Rahmen des Projektes ISOTEG (Innovative Systeme und Optimierte Techniken zur Energetischen Gebäudesanierung) herausgestellt. Es werden Handlungsmaßnahmen erarbeitet und deren Kernthesen einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahegebracht.

 

Allgemeiner Kontext

Die Warmwasserbereitung hat derzeit mit 15 bis 20 % nach der Raumheizung den zweitgrößten Anteil am Endenergieverbrauch der privaten Haushalte. Im Zuge besserer Wärmedämmstandards und damit abnehmendem Heizenergieverbrauch kommt dem Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung immer größere Bedeutung zu.

Der Endenergieverbrauch zur Warmwasserbereitung liegt zum Teil deutlich über dem Nutzwärmebedarf. Dies ist - je nach System - auf Umwandlungsverluste am Wärmeerzeuger, auf Speicher- und auf Verteilungsverluste zurückzuführen. Bei dezentraler elektrischer Warmwasserbereitung wird die Nutzenergie zwar sehr effizient bereitgestellt, es schlagen jedoch bei primärenergetischer Betrachtung niedrigere Bereitstellungsnutzungsgrade zu Buche. In diesem Spannungsfeld werden verschiedene Methoden der Warmwasserbereitung sehr kontrovers diskutiert.

Konzeption, Vorgehensweise, Zielsetzung

Die messtechnische Analyse vollständiger Nutzungsgradketten würde bereits bei einem einzelnen Objekt einen enorm hohen Aufwand erfordern. So wäre zur Aufteilung des gezapften Wassers in Anlaufverluste und Nutzwärme an jeder Zapfstelle eine kontinuierliche Volumenstrom- und Temperaturmessung erforderlich. Als Nutzwärme darf dabei nur derjenige Volumenanteil bewertet werden, der mit der gewünschten Zapftemperatur ausläuft. Eine solche Messung ist in einem Mehrfamilienhaus praktisch nicht durchführbar. Daher werden die Glieder der Nutzungsgradketten jeweils einzeln analysiert. Besonderes Augenmerk wird auf die Messung von Zirkulations- und Anlaufverlusten gerichtet. Beide werden an einer Vielzahl von Messobjekten untersucht. Eine solche Betrachtung führt zu sehr transparenten Ergebnissen und kann auch Anhaltspunkte über Optimierungspotenziale und zukünftige Entwicklungen geben.

Es ist Ziel dieses Teilprojektes, die Verluste bzw. Nutzungsgrade von unterschiedlichen Varianten zentraler und dezentraler Warmwasserbereitstellung darzustellen und dadurch auch Entscheidungshilfen bei der Sanierung von Altbauten zu geben.

Die Daten hierfür werden insbesondere aus Messungen gewonnen, die vor Ort erfolgen und die realen Gegebenheiten wiedergeben. Es zeigt sich bisher, dass die gemessenen Verluste im Vergleich zu Literaturangaben und Simulationsrechnungen in deren oberen Bereichen teilweise darüber liegen. Die Varianten der Warmwasserbereitstellung sind modular aufgebaut; die einzelnen Abschnitte der Nutzungsketten können daher getrennt ermittelt und variabel eingesetzt werden.

Die einzelnen Abschnitte sind:

  • Energieträger (Primärenergie- und CO2-Bilanz)
  • Warmwassererzeuger (Heizwärmeerzeuger bei kombinierten Systemen)
  • Speicherung
  • Verteilung (Zirkulation und Stichleitungen)
  • Zapfstellen (Anlaufverluste)
  • Nutzer (Zapfprofile)

Ergebnisse

Detaillierte Ergebnisse können dem Abschlußbericht entnommen werden.

Dieser kann für 70 € online bestellt werden.

Warmwasserbereitung – Vergleich zentraler und dezentraler Warmwasserversorgung
(ISOTEG-Teilprojekt)

ISBN 3-933283-28-0