Kostenvergleich Stromtransport – Hybridnetz (Power-to-Gas) vs. HGÜ Leitung

Kurzgutachten

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Windkraft-LeistungsdichteIm Zuge der Energiewende, dem damit verbundenen Rückbau der Kernenergie sowie dem Ausbau der Windkraft im Norden Deutschlands wird der Stromtransport von der Küste nach Bayern zunehmend an Bedeutung gewinnen. Alternativ zur Verlegung neuer HGÜ-Leitungen könnte der Stromtransport auch durch sogenannte Hybridnetze erfolgen. So könnte elektrische Energie zum Beispiel mittels des Power-to-Gas (PtG)-Verfahrens in Methan umgewandelt werden, welches über Gasleitungen nach Bayern transportiert und dort in GuD-Kraftwerken rückverstromt wird. Ob diese Alternative aus rein ökonomischer Sicht Vorteile mit sich bringt, wurde seitens der FfE im Rahmen eines Kurzgutachtens hinterfragt.

Ziel des Kurzgutachtens im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie war der kostenbasierte, vereinfachte Vergleich der beiden Möglichkeiten zum Stromtransport. Dabei wurden zunächst die Kosten und Wirkungsgrade der einzelnen Prozessschritte dargestellt, bevor ein Kostenvergleich der beiden Optionen über die Verknüpfung der einzelnen Kostenbestandteile der Prozesskettenschritte erfolgte. Dieser vereinfachte Kostenvergleich stellt nur eine erste Einordnung dar, welche als Grundlage für eine detailliertere Betrachtung der skizzierten Thematik herangezogen werden kann.

Als wesentliches Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Verlegung neuer HGÜ Leitungen wirtschaftlicher ist als der Stromtransport mit Hybridnetzen basierend auf dem Power-to-Gas Verfahren, das auf bereits bestehende Gasleitungen zurückgreift. Im Zuge einer fundierten Entscheidungsfindung ist es nötig, weitere Aspekte wie z.B. Umweltwirkung, Technologieverfügbarkeit oder gesellschaftliche Akzeptanz in den Vergleich miteinzubeziehen. Eingehende Untersuchungen hierzu erfolgen derzeit im Projekt MONA 2030.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Energie Innovativ.

 

Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi)