Netzausbau Deutschland – wozu werden neue Netze benötigt?

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Durch den Umbau der Energiewirtschaft werden in Deutschland neue Netze benötigt. Sowohl der Ausbau der erneuerbaren Energien als auch die Stilllegung der Kernkraftwerke führen zu einer Verlagerung der Erzeugungsschwerpunkte und damit zu einem Bedarf, die Stromnetze auszubauen.

In Abbildung 1 ist das Schema einer Stromnetz-Infrastruktur dargestellt. Die auftretenden Energieströme werden dort über ein hierarchisch aufgebautes Leitungssystem mit unterschiedlichen Spannungsebenen geführt: In der Höchst- und Hochspannungsebene speisen Großkraftwerke ein. Da dieser Netzbereich vorwiegend zum Energietransport über größere Strecken eingesetzt wird, spricht man auch vom Übertragungsnetz.

Die Verbindung von Städten und Gemeinden, kleineren Kraftwerken sowie industriellen und gewerblichen Abnehmern erfolgt über die Mittelspannungsebene. Kleinverbraucher wie Haushalte sind an das Niederspannungsnetz angeschlossen. Dieser Netzbereich wird als Verteilnetz oder Verteilernetz bezeichnet.

Graphik Stromnetz

Abbildung 1:  Vereinfachte Struktur des Stromnetzes

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft FfE hat in einer Studie für die Konrad-Adenauer-Stiftung wichtige Kenndaten zur deutschen Energiewirtschaft aufbereitet, um die Hintergründe für den vieldiskutierten Netzausbau zu erörtern. Dabei zeigte sich, dass die deutschen Stromnetze im europäischen Vergleich zu den besten zählen, gemessen am SAIDI-Index (System Average Interruption Duration). Eine Gegenüberstellung verschiedener aktueller Studien ergab weiterhin, dass der in den nächsten Jahren notwendige Ausbaubedarf mit mehreren Tausend km eine erhebliche Größenordnung annimmt.


Kurzbericht zum Projekt auf der Internetseite der FfE GmbH

→ pdf-Download des Endberichts "Netzausbau in Deutschland" auf der Internetseite der KAS


Projektzeitraum: Nov. 2013 – Feb. 2014

Auftraggeber: Konrad Adenauer Stiftung (KAS)