Ressourcensicht auf die Energiezukunft

Bewertung des Potenzials der Kreislaufwirtschaft zur Senkung des Ressourcenverbrauchs von Schlüsseltechnologien der Energiewende

Zuletzt aktualisiert am 07.03.2017

Im Zuge der Energiewende erfolgt eine tiefgreifende Umgestaltung der deutschen Energieversorgung, die mit einem grundlegenden Umbau der Infrastruktur und somit einem Bedarf an neuen Ressourcen einhergeht. Denn für die Umsetzung erneuerbarer Energieversorgungskonzepte werden Rohstoffe, wie z. B. Lithium, seltene Erden und Platinmetalle, benötigt, die in ihrer Förderung kosten-, energie- und/oder flächenintensiv sind.

Zudem ist die Verfügbarkeit und Reichweite bestimmter Ressourcen beispielsweise aufgrund geologischer oder geopolitischer Gegebenheiten beschränkt. Auch Oligopol- und Monopolstellungen können durch hohe Preise zu einer kritischen Versorgungslage führen. Mit zunehmendem Markthochlauf ressourcenkritischer Technologien der Energiewende, auch im globalen Maßstab, gewinnt die Phase nach der Nutzung somit zusehends an Bedeutung.

 

Kreisdiagramm

 

Diese Entwicklung stellt jedoch nicht nur ein Risiko dar, sondern kann auch mit neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten einhergehen. Insbesondere für die Akteure aus dem Bereich der Energieversorgung (Strom, Wärme und Verkehr), die sich durch die Liberalisierung der Energiemärkte und die Energiewende in einem großen Umbruch befindet, können sich hier potenzielle neue Geschäftsfelder auftun. Denn neben Potenzialen zur Ressourcenschonung geht der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft auch mit innovativen, zirkularen Geschäftsmodellen einher.

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll daher das Ressourceneinsparpotenzial der Kreislaufwirtschaft für Schlüsseltechnologien der Energiewende bestimmt, Umsetzungshemmnisse identifiziert sowie zirkulare Lösungsansätze aufgezeigt werden. Für ausgewählte ressourcenkritische Technologien wird hierfür zunächst der aktuelle Lebenszyklus bilanziert, um Schwachstellen zu identifizieren. Anschließend werden Möglichkeiten zur Umsetzung geschlossener Kreisläufe aufgezeigt und das Ressourceneinsparpotenzial quantifiziert. Ausgehend von der Identifikation bestehender Umsetzungshemmnisse werden schließlich mögliche zirkulare Lösungsansätze aufgezeigt.

Weitere Informationen:

Das Projekt wird von der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg (www.sef-bw.de) und der Hans und Klementia Langmatz Stiftung unterstützt .

Veröffentlichungen und Vorträge:

Anhänge:
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