Richtlinienentwurf zur Energieeinsparung

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Eine Gemeinde im Münchner Umfeld stand vor dem Problem einen bestimmten Geldbetrag zur Förderung regenerativer Energien und der rationellen Energienutzung auf  unterschiedliche Techniken zu verteilen.

Die FfE hat hier zusammen mit dem Gemeinderat eine Förderrichtlinie erarbeitet.

Für verschiedene Maßnahmen zur rationellen Energienutzung und zur Nutzung regenerativer Energiequellen wurde das CO2-Einsparpotenzial für konkrete Einsatzfälle bestimmt. Die eingesparten CO2-Mengen wurden mit einer spezifischer Förderung von 3 bzw. 10 Pf/kg CO2 bewertet. Aus dem sich daraus ergebenden Förderbetrag werden die flächen- bzw. leistungsspezifischen Fördersätze der Förderrichtlinie abgeleitet.

CO2-Einsparungen und die dafür notwendigen Mehrinvestitionen
in einem Einfamilienhaus mit 134 m² Wohnfläche (Baujahr ca. 1960)

 

In obenstehenden Bild sind die Mehrinvestitionen für die Durchführung einer Maßnahme in einem Einfamilienhaus mit 134 m² Wohnfläche über den CO2-Einsparpotenzialen dargestellt. In dieser Darstellung ist zu erkennen, dass die wärmetechnische Sanierung von Altbauten das größte Potenzial zur CO2-Einsparung aufweist. Die Nutzung der regenerativen Energiequellen durch Stückholzfeuerung, Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen sind weniger effektiv bezüglich der CO2-Einsparung. Da die Verbreitung von Solarthermie-, Photovoltaik- und Wärmepumpenanlagen (gemäß den Wünschen des Auftraggebers) besonders gefördert werden soll, wurde eine Förderung von 10 Pf/kg CO2 angesetzt. Die Stückholzfeuerung sowie die Realisierung von NEH-Standard bzw. Renovierung von Altbauten erhielten eine Förderung von 3 Pf/kg CO2.
Mit diesen Förderquoten ergeben sich die nachfolgend dargestellten Förderhöhen für Maßnahmen in einem Einfamilienhaus. In dieser Darstellung wird deutlich, daß die Altbausanierung mit Abstand die größten Mehrinvestitionen erfordert. Die Mehrinvestitionen werden mit 10 bis 20 % gefördert.

Mehrinvestitionen und Förderung von Maßnahmen und Anlagen zur CO2-Einsparung
in einem Einfamilienhaus mit 134 m² Wohnfläche (Baujahr ca. 1960)

 

In einem Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten ergibt sich eine ähnliche Situation. Die Förderung von Maßnahmen in größeren Gebäuden wurde durch einen Höchstbetrag limitiert, um die Förderung mehrerer Objekte bzw. Antragsteller zu ermöglichen.

Mehrinvestitionen und Förderung von Maßnahmen und Anlagen zur CO2-Einsparung
in einem Mehrfamilienhaus mit 8 Wohneinheiten und 660 m² Wohnfläche (Baujahr ca. 1960)