Fakten und Trends zur Klimadebatte

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Abstract

In dem Projekt „Fakten und Trend zur Klimadebatte” wurde der aktuelle Stand der Klimadebatte zusammengefasst. Grundlage bildeten die Assessment Reports (AR) des International Panel of Climate Change (IPCC). Der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Globale Erwärmung wurde auf Basis des vierten Assessment Reports des Jahres 2007 dargestellt. Darüber hinaus wurde die Entwicklung des Kenntnisstandes in den vorhergegangenen Assessment Reports skizziert.

Allgemeiner Kontext und Zielsetzung

Ziel des Berichtes war, die Erkenntnisse der Assessment Reports ohne eigene Wertung zusammenzufassen. Hierbei war jedoch zu beachten, dass eine Themenauswahl und Schwerpunktsetzung getroffen werden musste, da der Umfang der Assessment Reports seit der Veröffentlichung des 1. AR stetig gewachsen ist. Die Seitenzahl ist von anfangs unter 1.000 Seiten auf aktuell über 3.000 Seiten angestiegen. Der Schwerpunkt des vorliegenden Berichts wurde auf die Arbeiten der ersten Arbeitsgruppe gelegt, da die in der Öffentlichkeit geführte Klimadebatte sich bisher vor Allem mit den Ursachen und den dazugehörigen Belegen eines anthropogenen Klimawandels und den möglichen zukünftigen Entwicklungen in Form von Szenarien auseinandersetzte.

Vorgehensweise

Schwerpunkt der Arbeit bildete eine Übersicht zu den natürlichen und anthropogenen Treibern des Klimawandels. Hierzu wurden seit dem 2. AR eine vergleichende Übersicht der Treiber und ihr jeweiliger Strahlungsantrieb in einem Diagramm veröffentlicht. Zu folgenden Punkten wurden jeweils die physikalischen und chemischen Wirkmechanismen, der Strahlungsantrieb, der Grad des wissenschaftlichen Verständnisses sowie die Entwicklung des Themas in den AR seit 1990 skizziert:

  • Kohlendioxid
  • weitere langlebige Treibhausgase
  • Ozon
  • Methan verursachter stratosphärischer Wasserdampf
  • Oberflächenalbedo
  • Aerosole
  • Flugverkehr
  • Solarstrahlung und kosmische Strahlung.

Folgende weitere Themen der ersten Arbeitsgruppe wurden zusammengefasst:

  • Beobachtungen des aktuellen Klimawandels
  • Einordnung des aktuellen Klimawandels in die Klimageschichte
  • Szenarien zum zukünftigen Klimawandel
  • Erklärung und Zuschreibung des aktuellen Klimawandels.

Die „Auswirkungen des Klimawandels” (zweite Arbeitsgruppe) und „Strategien zur Minderung des Klimawandels” (dritte Arbeitsgruppe) wurden auf Basis der Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger kurz dargestellt.

Ergebnisse

Der Bericht informiert in übersichtlicher Form über den aktuellen Wissensstand zum Thema Globale Erwärmung. Basis sind hierbei die Ergebnisse des IPCC, die auch Grundlage der öffentlichen Diskussion und der politischen Entscheidungen sind. Dem Leser stehen detaillierte Informationen zu ausgewählten Teilaspekten zur Verfügung. Des Weiteren wird die Entwicklung des wissenschaftlichen Verständnisses sowie der Beitrag einzelner Treiber zum Klimawandel seit Veröffentlichung des ersten AR ermöglicht. Abbildung 1 zeigt die Entwicklung des in den AR ausgewiesenen Strahlungsantriebs.

Abbildung 1: Strahlungsantrieb der wichtigsten Einflussgrößen vom 2. AR bis zum 4. AR

 

Die Veränderung des Strahlungshaushalts, die ein einzelner Faktor verursacht, wird Strahlungsantrieb (engl. Radiative Forcing) genannt und in Watt pro m² gemessen. Die ausgelöste Klimaänderung wird als positiver Strahlungsantrieb (Erwärmung) oder negativer Strahlungsantrieb (Abkühlung) bezeichnet. Einen positiven Strahlungsantrieb ruft z. B. die zunehmende Konzentration langlebiger Treibhausgase hervor. Ein negativer Strahlungsantrieb resultiert beispielsweise aus der Zunahme von Aerosolen in der Atmosphäre, die eine Abkühlung der bodennahen Luftschicht herbeiführen.

Die öffentliche Diskussion zur Ursache des Klimawandels ist vor allem von den CO2-Emissionen geprägt. Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, haben die CO2-Emissionen zwar den höchsten positiven Strahlungsantrieb, dennoch existieren viele weitere Einflussgrößen mit teilweise nicht unerheblichem Einfluss. Auffällig ist, dass seit dem 2. AR bei keinen der dargestellten Einflussgrößen erhebliche Sprünge bei der Höhe des zugerechneten Strahlungsantriebs und bei den Spannweiten festzustellen ist. Einige Einflussgrößen, wie z. B. durch Methan verursachter Wasserdampf sind jedoch hinzugekommen.

Anhänge:
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