Messtechnische Analyse des Misselhorn-Prozesses

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Temperaturmesswerte_300Der Misselhorn-Prozess beschreibt ein neuartiges System zur Nutzung von Niedertemperaturwärme (z.B. Abwärme, Geothermie) für die Stromerzeugung. Theoretische Betrachtungen zeigen, dass der Misselhorn-Prozess einen deutlich höheren Wirkungsgrad hat als vergleichbare Prozesse zur Nutzung von Niedertemperaturwärme (z.B. ORC). Mit dem Aufbau des Demonstrators im Heizkraftwerk Süd der Stadwerke München (SWM) bestand erstmals die Möglichkeit, das Systemverhalten am realen Prozess wissenschaftlich zu untersuchen und erste Berechnungen des Systemwirkungsgrads durchzuführen.

Im Rahmen des von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Projektes haben die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. und die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH das Messkonzept geprüft sowie die Messdaten validiert und analysiert. Es konnte bestätigt werden, dass eine Stromerzeugung mit 80-grädigem Wasser möglich ist. In den nächsten Arbeitsschritten werden die bereits bekannten Optimierungspotenziale umgesetzt, um den Wirkungsgrad zu erhöhen und die Anlage an die Wirtschaftlichkeit heranzuführen.

 

Auftraggeber: Maschinenwerk Misselhorn (MWM) GmbH