Statusbericht zum Standardlastprofilverfahren Gas

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2017

Die Allokation von Gasmengen durch den Verteilnetzbetreiber zur Belieferung von Letztverbrauchern mit einer maximalen Entnahme von 1,5 GWh Gas pro Jahr basiert gemäß § 24 GasNZV auf einer vereinfachten Methode – dem Standardlastprofil (SLP)-Verfahren. Das SLP Verfahren stellt ein statistisches Verfahren dar, das die Belieferung von Haushalts- und Gewerbekunden im Massengeschäft ermöglicht, jedoch verfahrensbedingt mit Ungenauigkeiten verbunden ist. Diese Ungenauigkeiten können zu Netzkontenabweichungen führen, die zur Aufrechterhaltung der Balance zwischen der Netzein- und Ausspeisung durch den Einsatz von Regelenergie ausgeglichen werden müssen, sofern keine Kompensation z.B. durch Netzkonto- oder Rechnungsbilanzkreisabweichungen mit entgegengesetztem Vorzeichen erfolgt.

Wegmarken SLP Gas

Abbildung 1:  Wegmarken im Standardlastprofil (SLP) Gas Verfahren

In welchem Bereich sich die mit dem Verfahren einhergehenden Ungenauigkeiten bewegen, und welchen Einfluss diese auf die Netzkontenschiefstände der Verteilnetzbetreiber ergeben, wurde von der FfE in einem Projekt in Kooperation mit dem BDEW untersucht. Ziel des Projektes „Statusbericht zum Standardlastprofilverfahren Gas“ war die Entwicklung von Ansätzen zur Verbesserung der Allokationsgüte im SLP-Verfahren zur Reduktion des Regelenergie-Bedarfs, der Netzkontenabweichungen sowie der Mehr-/Mindermengen. Dazu erfolgte eine systematische Bestandsaufnahme, die neben Datenanalysen zur Allokationsgüte auch ein Eckpunktpapier zu den gesetzlichen und verordnungstechnischen Grundlagen und der Entwicklung des SLP-Verfahrens enthält.