Sun2Car@GAP – Eigenverbrauch von Photovoltaikenergie mit Elektrofahrzeugen

Zuletzt aktualisiert am 21.08.2017

Der deutliche und andauernde Ausbau von dezentralen, privaten Photovoltaikanlagen sowie der Trend hin zu Elektrofahrzeugen bieten neue Chancen im Bereich der Eigenverbrauchserhöhung. Eine gezielte Ladung des eigenen Elektrofahrzeugs – auch unter Einsatz eines zusätzlichen stationären Batteriespeichers – könnte aus ökologischen wie auch aus ökonomischen Gründen ein viel verbreitetes Modell der Zukunft werden und beide Entwicklungen unterstützen.

In der folgenden Abbildung ist eine zukünftig mögliche, „klassische“ Situation in privaten Haushalten dargestellt. Dabei ist in schwarz der Haushaltslastgang in 15-Minuten Mittelwerten abgebildet. Während der Verbrauch nachts gering ist, steigt er morgens um 6:00 Uhr an, um dann nach Verlassen des Hauses wieder konstant gering zu sein. Nach Rückkehr der Nutzer um kurz nach 12:00 Uhr steigt der Verbrauch – beispielsweise durch das Anschalten einer Waschmaschine – stark an. Während der Abendstunden stellt sich ein mittlerer Verbrauch durch verschiedene Geräte ein. In Gelb ist in der Grafik die Erzeugung aus der Photovoltaikanlage gekennzeichnet (wolkiger Tag).

Haushalts und Erzeugungslastgang 530Abbildung 1:  Haushalts- und Erzeugungslastgang

Im Projekt Sun2Car@GAP werden im Rahmen der Modellkommune für Elektromobilität in Garmisch-Partenkirchen 10 Audi A1 e-tron je für etwa ein halbes Jahr an Probanden mit Photovoltaikanlagen verteilt. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit die Fahrzeuge durch den selbst erzeugten Photovoltaikstrom geladen werden können.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft untersucht in diesem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der AUDI AG sowie der TU München schwerpunktmäßig die drei folgenden Aspekte:

  • Erhöhung des solaren Anteils in der Fahrenergie der Elektrofahrzeuge durch situatives gesteuertes Laden und Einbindung von stationären Batteriespeichern
  • Bestimmung der Rückwirkungen solcher Kombinationen auf das Stromnetz
  • Betrachtung einer möglichen Verwendung von Second Life Batterien als stationärer Batteriespeicher

e-gapIn dem bis Ende 2014 laufendem Projekt werden verschiedene Veröffentlichungen verfasst, über die wir Sie natürlich auf der Webseite der FfE informieren werden.

Darüber hinaus ist die FfE in der Modellkommune e-GAP mit dem Teilprojekt „Smart Grid“ aktiv.

Vorträge

Pressemeldung

Weitere Informationen

Weitere Informationen und alle Neuigkeiten über das Projekt e-GAP finden Sie unter www.e-GAP.de .