Trans4ReaL – Transferforschung für die Reallabore der Energiewende zu Sektorkopplung und Wasserstoff

Am 1. April 2021 ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt Trans4ReaL gestartet. Es hat zur Aufgabe, im Rahmen einer Transferforschung die Reallabore der Energiewende mit Fokus Wasserstofftechnologien und Sektorkopplung wissenschaftlich zu begleiten und deren Erkenntnisse übergreifend zu untersuchen. Das interdisziplinäre Konsortium besteht neben der FfE aus der Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V., dem Zentrum für Brennstoffzellen Technik GmbH, der Agora Energiewende, der Stiftung Umweltenergierecht, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie der TU München – Hochschule für Politik.

Reallabore der Energiewende

Das BMWi sieht in grünen Wasserstofftechnologien ein großes Potenzial für die Energiewende und hat Anfang 2019 zum Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ aufgerufen. Von insgesamt 90 eingereichten Vorschlägen wurden 20 Konsortien zur Antragseinreichung aufgerufen. Bei den angestrebten Projekten erproben Unternehmen in den Reallaboren u. a. neue Wasserstofftechnologien unter realen Bedingungen im industriellen Maßstab. Wissenschaftlich begleitet werden die Reallabore mit dem Fokus Sektorkopplung und Wasserstofftechnologien vom Transferforschungsprojekt Trans4ReaL.

Zielsetzung der inhaltlichen Arbeiten der FfE

Die FfE übernimmt im Projekt Trans4ReaL die Projektleitung und widmet sich inhaltlich schwerpunktmäßig folgenden Themen:  

  • Begleitung der Reallabore
  • Ökobilanzierung unterschiedlicher Wasserstoffpfade
  • Einordnung der Erkenntnisse der Reallabore in das Energiesystem mittels Energiesystemanalyse
  • Analyse potenzieller Märkte, zukünftiger Geschäftsmodelle und regulatorischer Hürden
  • Ableiten von Handlungsoptionen und Überführung der Erkenntnisse in ein Roadmapping

 Projektstruktur von Trans4ReaL

Abbildung: Projektstruktur von Trans4ReaL

Transfer und Verallgemeinerung von Wissen aus den Reallaboren

Das übergeordnete Ziel der Transferforschung ist die generelle Verallgemeinerung und Nutzbarmachung der Erkenntnisse aus den Reallaboren. Aufgabe ist dabei einerseits, die Reallabore zu begleiten, deren technologiespezifische Ergebnisse zu abstrahieren, zu transferieren und einzuordnen. Andererseits sollen die Ergebnisse in übergeordneten Analysen zu verallgemeinerungsfähigem Wissen verarbeitet und den Reallaboren in Form von Lernerfahrungen zurückgeleitet werden. Diese übergeordneten Analysen werden sich insbesondere mit den Themen der Technologien, des Energiesystems, der Märkte und dem gesellschaftlichen und politischen Umfeld beschäftigen. Erkenntnisse werden in die Reallabore gespiegelt, in die Analysen integriert und für den Fördermittelgeber und weitere betroffene und beteiligte Gruppen aufgearbeitet.

Die Zusammenarbeit mit den Reallaboren hat explizit das Ziel, für diese einen Mehrwert darzustellen. Je nach Bedarf des Reallabors kann dies durch u. a. standortspezifische Analysen oder der Untersuchung der Möglichkeit zur Hochskalierung der Technologie geschehen. Die gewonnenen Einblicke von Trans4ReaL in die Reallabore ermöglichen zudem die Vernetzung zwischen den Reallaboren zu spezifischen Themen. Somit werden Synergien gehoben und die Grundlage dafür gelegt, die bevorstehenden Aufgaben effizient und effektiv zu bearbeiten.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die in den Arbeiten von Trans4ReaL generiert werden, und die Lernerfahrungen aus den Reallaboren sollen schließlich in einem Syntheseprozess in Handlungsoptionen für das BMWi und weitere Stakeholder überführt werden. Diese Handlungsoptionen basieren auf Zielbildern, die im Projekt zusammen mit dem BMWi erarbeitet werden und sollen mehrmalig im Projekt ausgewiesen werden. Damit unterstützt das Projekt die Bundesregierung bei der Durchführung der Nationalen Wasserstoffstrategie, beispielsweise durch die Zuarbeit bei der Erstellung einer Roadmap (Maßnahme 23).

Die Reallabore der Energiewende zum Thema Wasserstoff sind nicht die einzigen Initiativen in diesem Bereich in Deutschland und Europa. Trans4ReaL nimmt hier eine Schlüsselrolle ein, um einerseits eine engere Vernetzung zwischen den Initiativen zu stärken und auf der anderen Seite die Reallaborforschung nach außen zu präsentieren. Hervorzuheben ist in diesem Zuge das vom BMWi initiierte Forschungsnetzwerk Wasserstoff, das die Forschung auf diesem Gebiet in Deutschland bündeln und synchronisieren soll.

 

Trans4ReaL als Bindeglied zwischen verschiedenen Initiativen im Bereich Wasserstoff

Abbildung: Trans4ReaL als Bindeglied zwischen verschiedenen Initiativen im Bereich Wasserstoff

 

Förderung und Projektpartner

Die geplanten Aufgaben der Transferforschung erfordern ein Konsortium, das sich dem Thema der Integration der Erkenntnisse der Reallabore in die aktuellen Entwicklungen der Energiewende von verschiedenen Perspektiven nähern kann. Zum einen bedarf es geeigneter Netzwerke sowohl in der Energiewirtschaft als auch den Industriebranchen, in denen Wasserstoff in Zukunft verwendet werden soll. Weiter müssen Expertisen in den Bereichen der Wasserstofftechnologien, dem Energiesystem sowie zukünftigen Energieszenarien und der Entwicklung von Märkten eingebracht werden. Nicht zuletzt ist ein Verständnis internationaler Entwicklungen in den Bereichen der Politik und Gesetzgebung von Nöten.

 

Trans4ReaL Konsortium

Abbildung: Personen im Trans4ReaL Konsortium

 

Das Projekt Trans4Real wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert (Förderkennzeichen: 003EWT001A).

Wenn Sie Interesse an dem Projekt haben, dann kontaktieren Sie uns einfach. Das Trans4ReaL-Team freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

 

Weitere Informationen:

 

 

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