SkIES – Skalierbare Integration von Energy Sharing
Blaupausen, um gemeinsam Energie zu nutzen.
Die gemeinschaftliche Nutzung von Energie über Gebäudegrenzen hinweg eröffnet neue Perspektiven für ein effizientes Energiesystem. Unter dem Begriff Energy Sharing werden Ansätze verstanden, bei denen mehrere Akteure – etwa Haushalte, Energiegemeinschaften oder Kommunen – gemeinsam erzeugte Energie nutzen und untereinander aufteilen. So kann regionale Erzeugung besser mit dem regionalen Verbrauch abgestimmt werden – was die Akzeptanz erhöhen und auch zu einer Entlastung des Gesamtsystems beitragen könnte.
In dem geförderten Projekt SkIES – Skalierbare Integration von Energy Sharing – untersuchen wir wissenschaftliche Grundlagen, technische Konzepte, rechtliche Fragestellungen, damit Energy Sharing Ansätze in Deutschland umgesetzt und in bestehende Strukturen integriert werden können.
Was ist Energy Sharing
Energy Sharing bezeichnet Modelle, in denen mehrere Akteure – etwa Haushalte, Unternehmen oder Kommunen – gemeinsam erzeugte Energie nutzen und aufteilen. So kann lokal erzeugte Energie dort verbraucht werden, wo sie entsteht, was Effizienz steigert und das Gesamtsystem entlasten könnte.
In Deutschland ist aktuell (Stand November 2025) vor allem der §42c EnWG relevant für Nutzungsformen des Energy Sharings.
Motivation und Zielsetzung
Ziel von SkiES ist es, die wissenschaftlichen, technischen und regulatorischen Voraussetzungen zu erforschen, unter denen gemeinschaftliche Energienutzung in Deutschland skalierbar umgesetzt werden kann. Bislang existieren nur wenige Pilotansätze, deren Ergebnisse sich nicht ohne Weiteres auf andere Regionen oder Anwendungsfelder übertragen lassen.
Projektstruktur
Das Projekt gliedert sich in drei Feldversuchs-Cluster und drei übergreifende Teilprojekte.
Während die Feldversuche die praktische Umsetzung untersuchen, befassen sich die Teilprojekte mit wissenschaftlicher Analyse, Kommunikation und Übertragbarkeit.
Projektpartner
SkiES ist eine Lernplattform
Die Ergebnisse der Feldversuche und Analysen werden nach und nach veröffentlicht. Diese sollen Akteuren aus Energiewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Industrie und Politik Orientierung geben.
Das Projekt begleitet seine Arbeit mit Workshops und öffentlichen Diskussionsformaten. Aktuelle Meldungen und Termine werden hier regelmäßig ergänzt.
Energy Sharing lebt von Kooperation. Interessierte Akteure aus Energiewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Industrie oder Kommunen können sich mit Ideen und Pilotprojekten einbringen.
Projektleitung & Kontakt
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Dr.-Ing. Patrick VollmuthHead of Digital Innovation and Flexibility Integration+49 (0)89 158121-63 pvollmuth@ffe.de
Förderung
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert (Förderkennzeichen: 03EI6142A). Träger des auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben ist der Projektträger Jülich (PtJ).
