Einfluss von verschiedenen Ladesteuerungsvarianten untersucht

Vortrag und Paper auf der 41th IAEE International Conference in Groningen, Netherlands

Vorgetragen am 12.06.2018

Betriebsbedingte Emissionen von Elektrofahrzeugen hängen stark von den Ladezeitpunkten der Fahrzeuge und dem zugrundeliegenden Strommix ab. Mit steigendem Anteil fluktuierender Erneuerbarer Energien tritt dieser Zusammenhang immer stärker zum Vorschein und Ladesteuerungen werden zunehmend wichtiger. Im vorgestellten Paper wurde eine Methode erarbeitet, die es erlaubt, zusammenhängende und zeitlich hochaufgelöste Fahrprofile des Privat- und Wirtschaftsverkehrs in Deutschland aus den Verkehrserhebungen "Mobilität in Deutschland 2008" und "Kraftfahrzeugverkehr in Deutschland 2010" abzuleiten. Auf Basis dieser Fahrprofile wurden verschiedene Ladesteuerungsstrategien und deren Auswirkung auf die betriebsbedingten Emissionen je km untersucht. Die Ergebnisse sind zusammenfassend für das Jahr 2030 in der folgenden Abbildung dargestellt.

 

comparison of operational emissions of electric vehicles

Abbildung: Vergleich der betriebsbedingten Emissionen von Elektrofahrzeugen des Privat- und Wirtschaftsverkehrs unter Annahme verschiedener Ladestrategien im Jahr 2030

 

Insgesamt führen sowohl die Day-Ahead-Preis- als auch die emissionsoptimierte Optimierung der Ladezeitpunkte zu einer deutlichen Reduzierung der spezifischen Emissionen. Darüber hinaus steigt mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien (2015 vs. 2030) die Effizienz der optimierten Ladungssteuerung in allen betrachteten Fällen. In den beiden betrachteten Jahren lassen sich nur geringe Unterschiede zwischen der Effizienz einer Ladungsoptimierung für die privaten und gewerblichen Gebrauchtwagen feststellen. Beide Optimierungsmodi für gewerblich genutzte Lkw scheinen dagegen eine größere Wirkung zu haben. Die Erforschung dieser und weiterer Zusammenhänge ist Gegenstand der derzeit laufenden weiteren Forschung im Projekt Dynamis.

 

Weitere Informationen:

  • Die Präsentation des Papers ist über diesen Link frei zugänglich.
  • Das Paper selbst ist unter dem Copyright der IAEE kommerziell über diesen Link verfügbar.

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