Von statischen CO2-Verminderungskosten zur dynamischen Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen

Beitrag in der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen im Oktober 2019.

Veröffentlicht am 27.11.2019

Die aktuelle Bestandsaufnahme zeigt, dass für die Erreichung der Klimaziele eine zusätzliche, ambitionierte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen insbesondere in den Endenergiesektoren notwendig ist. Angesichts der Vielzahl möglicher Optionen gilt es, diejenigen Maßnahmen zu identifizieren, die besonders kosteneffizient zu einer Dekarbonisierung des Energiesystems beitragen. Im Projekt Dynamis wurden eine mehrstufige Bewertungsmethodik und eine integrierte Modelllandschaft entwickelt, die es ermöglichen, verschiedene Maßnahmen unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit dem Energiesystem hinsichtlich ihres CO2-Reduktionspotenzials und ihrer CO2-Verminderungskosten zu bewerten.

Im Zuge der deutschen Energiewende erfolgt eine Umgestaltung der Energieversorgung mit den Zielen, aus der Kern- und Kohleenergie auszusteigen und die Treibhausgas (THG)-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 ‑ 95 % (ggü. dem Basisjahr 1990) zu senken. Jedoch erfolgt die Emissionsminderung derzeit vor allem im Bereitstellungssektor, der zu einem großen Teil durch den europäischen Emissionshandel (EU ETS) abgedeckt wird. Auf der Anwendungsseite, das heißt in den Endenergiesektoren Verkehr, Private Haushalte, Industrie und GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen), schreitet die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen (kurz: Maßnahmen) hingegen langsam voran.

 

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Abbildung: Methodik zur stufenweisen Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen

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