MONA 2030 - Detailanalyse der Netzoptimierenden Maßnahmen im MONA-Maßnahmenbericht veröffentlicht

Veröffentlicht am 09.05.2017

Im Rahmen des Projektes MONA 2030 (www.ffe.de/mona) werden Netzoptimierende Maßnahmen ganzheitlich analysiert und bewertet. Verschiedene Experten der FfE e. V. und Ffe GmbH haben gemeinsam mit Partnern aus dem Kreise der Netzbetreiber und der Industrie insgesamt 14 Netzoptimierende Maßnahmen detailliert mit Hilfe des Morphologischen Kastens untersucht.

Die Analyse zeigt die hohe Relevanz der untersuchten Netzoptimierenden Maßnahmen. Sie umfassen

  • den konventionellen Netzausbau,
  • Freileitungsmonitoring,
  • Engpassmanagement,
  • Demand Response in der Industrie,
  • Hybridnetze in Form von Wärme und Gas,
  • Blindleistungsmanagement,
  • Längsregler,
  • regelbare Ortsnetztransformatoren,
  • topologische Schalthandlungen,
  • Quartier- und Hausspeichersysteme zur Netzentlastung,
  • die Ladesteuerung von Elektrofahrzeugen,
  • Gleichspannungsnetze in der Niederspannung und
  • Demand Side Management in Haushalten.

Die Analyse zeigt die aktuellen rechtlichen sowie regulatorischen Möglichkeiten und Hemmnisse der einzelnen Netzoptimierenden Maßnahmen.

Aktuell bestehen zwei Hauptherausforderungen, die die Innovationsfähigkeit und damit die Investitionsfähigkeit der Netzbetreiber in Bezug auf NoM begrenzen. Einerseits sind im regulierten Markt Betriebskosten (OPEX) aufgrund einer fehlenden Verzinsung schlechter gestellt als Investitionen in Sachanlagevermögen(CAPEX) – viele innovative NoM verursachen größere Betriebskosten als konventionelle Maßnahmen – andererseits erschwert die Entflechtung von Netzbetrieb und anderen Teilen der Wertschöpfungskette den Einsatz von Maßnahmen, welche keine klassischen Netzbetriebsmittel oder Betriebsführungskonzepte darstellen.

Im Projekt MONA 2030 hat es sich bewährt, die Netzoptimierenden Maßnahmen in drei Oberkategorien einzuordnen. Diese sind "Netzoptimierende Betriebsmittel" – "Maßnahmen mit einem großen Anteil an Sachanlagevermögen" – "Netzoptimierende Betriebsführung", betriebskostenlastige Maßnahmen und "Netzorientierte Maßnahmen", welche nicht primär der Netzentlastung dienen, sondern v. a. andere Aufgaben, wie Wärmebereitstellung oder Handel erfüllen.

Klassifizierung von NOM

Abbildung: Klassifizierung von NoM gemäß ihrer primären Zugehörigkeit zu einzelnen Teilen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette

Zur besseren Differenzierung und detaillierten Analyse verschiedenartiger Maßnahmen bietet die von Fritz Zwicky entwickelte Methodik des Morphologischen Kastens gute Möglichkeiten. Im Rahmen dieser Studie wurde diese Methodik erstmals auf Netzoptimierende Maßnahmen angewendet, um deren vielfältigen Eigenschaften auf einheitliche Kriterien herunter zu brechen und damit eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Im Projekt MONA ergibt sich eine Aufteilung in die Kategorien "Technologie", "Wirtschaft", "Sekundärer Mehrwert und Beitrag zur Betriebsführung" sowie "Gesellschaft und Umwelt". Im Zuge der Erstellung von Einsatzreihenfolgen kann der Morphologische Kasten dazu genutzt werden, um die NoM im Detail miteinander zu vergleichen.

Die Studie zeigt, dass vor allem das Vorhandensein von Informations- und Kommunikationstechnologie für ein Gros der Maßnahmen eine notwendige Grundlage darstellt. So sind Smart Meter und eine effiziente Datenverarbeitung, Datensicherheit und Integration in bestehende Systeme eine absolut elementare Grundlage, um vor allem Netzorientierte Maßnahmen zu erschließen.

Die Detailanalyse aller Maßnahmen ist jetzt im MONA Maßnahmenbericht zu finden.

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