MONA 2030 - Szenarien als Rahmenbedingungen für den Einsatz und Vergleich von Netzoptimierenden Maßnahmen

Veröffentlicht am 14.03.2017

Innerhalb des Projektes MONA 2030 setzen die Szenarien die Rahmenbedingungen für den Einsatz und den Vergleich von Netzoptimierenden Maßnahmen (NoM) im Übertragungs- (ÜN) und Verteilnetz (VN). Die Szenarien bilden übergeordnete Randbedingungen, wie z. B. die Verfügbarkeit von NoM auf ÜN- und VN-Ebene, sowie eine Vielzahl an verbrauchs- und erzeugungsrelevanten Faktoren ab.

Da den Szenarien folglich eine entscheidende Rolle für die Maßnahmenbewertung zukommt, basierte die Festlegung der Szenarien nicht auf der Analyse und Adaption bereits existierender Szenarien, sondern es wurden in Kooperation mit den beteiligten Projektpartnern mithilfe eines systematischen Ansatzes konsistente und transparente MONA Szenarien entwickelt.


Ziel des Szenario-Prozesses ist es, einen Vergleich von NoM unter möglichst heterogenen, aber konsistenten Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Die resultierenden fünf MONA-Szenarien bilden eine Vielzahl an übergeordneten Randbedingungen sowie verbrauchs- und erzeugungsrelevanten Faktoren ab.

 

Gegenueberstellung der MONA Szenarien
Abbildung: Gegenüberstellung der MONA-Szenarien mit ihren jeweils wichtigen Eigenschaften

Die Szenarien unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich der Kombination von Größe und Ausrichtung der PV-Erzeugung, der Verfügbarkeit und Steuerbarkeit innovativer Technologien auf Haushaltsebene sowie des Handlungsspielraums der Verteilnetz- (VNB) und Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Zudem variieren der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE), die CO2- und Brennstoffpreise, die Effizienzsteigerung sowie die Marktdurchdringung von Technologien wie z.B. Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass nicht nur die Entwicklung von Erzeugung und Verbrauch einen entscheidenden Einfluss auf das Potenzial von NoM haben. Vielmehr sind insbesondere die Intelligenz der zukünftigen Netzinfrastruktur sowie die Möglichkeiten zur Ansteuerung durch die Netzbetreiber ausschlaggebend. Diese Faktoren wiederum sind stark vom regulatorischen Rahmen, dem Grad der Digitalisierung sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz abhängig.