Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen

Beitrag von Simon Greif, Roger Corradini und Jochen Conrad in der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 04/2017

Veröffentlicht am 22.05.2017

Während die Energiewende in der Stromerzeugung mit gutem Vorbild voranschreitet, zeichnet sich die Wärmewende derzeit nicht ab. Um die ambitionierten Klimaziele des „Klimaschutzplan 2050“ erreichen zu können, müssen auch umfangreiche Maßnahmen in der Wärmeversorgung umgesetzt werden. Im Projekt Dynamis der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) werden hierzu CO2-Verminderungsmaßnahmen sektorübergreifend untersucht.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte und von 12 Projektpartnern unterstützte Projekt [1] beschäftigt sich mit der Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur kontinuierlichen Bewertung sektorübergreifender Dekarbonisierungsmaßnahmen. Trotz einer überdurchschnittlich warmen Heizperiode im Jahr 2014 war die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser in privaten Haushalten für 110 Mio. t CO2-Emissionen und somit für 15 % aller energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Die Wärmeversorgung von Wohngebäuden weist demnach ein großes Potenzial zur Verminderung der Emissionen auf.

Anteil an energiebedingten co2 emissionen

Abbildung: Anteil der energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland