Einfluss des Strom- und Wasserstoff-Produktionsmixes auf die Well-to-Wheels-Bilanz elektrisch angetriebener Fahrzeuge

Veröffentlicht am 11.01.2016

Veröffentlichung von Anika Regett, Christoph Heller, Thomas Mayer und Jörg Wind in der et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 12, Dezember 2015

Die derzeit sehr dynamischen Entwicklungen in der europäischen Energiewirtschaft haben einen direkten Einfluss auf die Bewertung der Elektromobiliät, da für eine ganzheitliche ökologische und energetische Well-to-Wheels(WtW)-Bewertung elektrischer Antriebe insbesondere auch die Herkunft der Primärenergie für die Stromerzeugung beziehungsweise Wasserstoffproduktion zu berücksichtigen ist. Mit dem Ziel, aktuelle und zukünftige Fahrzeugantriebe aus ökologischer und energetischer Sicht zu bewerten und zu vergleichen, wurde durch den europäischen Forschungsverbund JEC eine Well-to-Wheels-Analyse erarbeitet.

In dieser Studie wurde für den europäischen Strommix auf Daten aus 2009 zurückgegriffen. Für die Jahre 2020 bis 2050 ist jedoch von einem stark veränderten Kraftwerkspark auszugehen. Darüber hinaus wurden nur einzelne Herstellungspfade von Wasserstoff bzw. Strom betrachtet, eine Prognose des Herstellungsmixes wurde jedoch nicht erstellt.

Daher war es Ziel einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft im Auftrag der Daimler AG, den genauen Einfluss des ökonomisch optimierten H2-Produktionsmixes und der Zusammensetzung der Stromerzeugung auf die Well-to-Wheels-Bilanz elektrischer Fahrzeuge für Deutschland zu bestimmen. Dazu wurden unterschiedliche Szenarien bis zum Jahr 2050 entwickelt, welche die möglichen Entwicklungen relevanter Einflussgrößen auf den zukünftigen Strom- und H2-Produktionsmix berücksichtigen.

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Abbildung: Darstellung des methodischen Vorgehens

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