Energiezukunft 2030 - Einschätzungen und Erwartungen

Veröffentlichung von Christoph Heller und Kristin Wachinger  in der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, September 2015

Veröffentlicht am 17.09.2015

Im Rahmen des Projekts "Merit Order Netz-Ausbau 2030 (MONA 2030)" (www.ffe.de/MONA) hat die FfE eine Umfrage zu Einschätzungen und Erwartungen zur Energiezukunft in Deutschland durchgeführt.
Ziel der Umfrage war es, zukünftige Entwicklungen besser einschätzen zu können, damit der Wandel des Energiesystems unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten und unter Gewährleistung der Versorgungssicherheit effektiv gestaltet werden kann.

 Umfrage Energiezukunft400

Mit Hilfe der Umfrage konnte ein Stimmungsbild über die wichtigsten Trends und erwarteten Entwicklungen für die Energiezukunft Deutschlands erfasst werden. Das Thema Versorgungssicherheit stellt dabei in dem bevorstehenden Wandel den wichtigsten Einzelaspekt des energiepolitischen Zieldreiecks dar, muss jedoch immer im vollen Einklang mit der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit stehen, so die Einschätzung von über 50 % der Befragten.

Im Bereich Erzeugung wird ein starker Ausbau der erneuerbaren Energien mit einer Bedeutungszunahme von Offshore-Wind erwartet. Aber auch die Dezentralisierung und Flexibilisierung der zukünftigen Erzeugung ist ein wichtiger Trend. Bei der Optimierung und Entlastung der Energieverteilung gibt es keine klare vorrangige Maßnahmenkategorie, sondern es wird darum gehen, die unterschiedlichsten Maßnahmen miteinander optimal einzusetzen. Technologisch werden dabei Speichern, Demand Response und regelbaren Ortsnetztransformatoren hohe Bedeutung zukommen. Auch der Verbrauch steht vor einem Energieträgerwechsel in Wärme und Verkehr, was durch die zunehmende Elektrifizierung unterstützt wird. Außerdem kommt es zu einem Wandel des Consumers hin zum Prosumer, der seine Energie und Produkte selbst erzeugt.

Generell zeichnen sich vor allem die zunehmende Dezentralisierung, das Autarkiestreben und die Flexibilisierung als entscheidende Trends der Energiezukunft ab, welche durch eine intelligente Vernetzung optimiert werden. Für Energieversorgungsunternehmen werden auch in diesen Bereichen neue Geschäftsfelder gesehen. Dabei kommt vor allem den Feldern Dienstleistungen und Beratung eine hohe Bedeutung zu.
Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage wurden in der ET 09/2015 veröffentlicht und können hier heruntergeladen werden.

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