Hausspeicher 2.0 – Identifikation möglicher Anwendungsfälle für ein DC und AC gespeistes Hausspeichersystem

Veröffentlichung von Kristin Wachinger, Christoph Pellinger und Reinhard Janssen in der et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 12, Dezember 2014

Hausspeichersysteme werden derzeit primär von Haushaltskunden in Verbindung mit dezentralen Erzeugungsanlagen zur Erhöhung des Eigenverbrauchs eingesetzt. In diesem Kontext erfüllen sie zwar die Anforderungen des Privatkunden nach einer gesteigerten Unabhängigkeit – die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und der Rolle der Speicher in Bezug auf die Systemstabilität bleiben hingegen unbeantwortet. Diese Fragen standen im Fokus eines gemeinsamen Projektes der FfE e.V. und der EWE AG.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich der Einsatz von Hausspeichersystemen im energiewirtschaftlichen Kontext nicht nur – wie bis dato üblich – auf die Erhöhung des Eigenverbrauchs beschränken muss. Vielmehr ließen sich 15 potenzielle Anwendungsfälle identifizieren, die den Nutzen des Hausspeichers hinsichtlich Wirtschaftlichkeit oder Systemstabilität steigern könnten. Die Problematik, die allerdings weiterhin besteht, liegt darin, dass verschiedene Akteure zwar einen Nutzen aus dem Speicher ziehen könnten, der Umsetzbarkeit der Anwendungsfälle im derzeitigen Energiesystem jedoch Grenzen gesetzt sind. Daraus ergeben sich zwei entscheidende Fragestellungen für weitere Untersuchungen: Zum einen, welche regulatorischen Hürden sich bei der Umsetzung der Anwendungsfälle ergeben. Zum anderen, welche Kombinationsmöglichkeiten der Anwendungsfälle untereinander bestehen.

Abb Hausspeicher 2-0

Abbildung 1:  Vorgehensweise zur Identifikation relevanter Akteure

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