Konzepte zur Lastreaktion in der deutschen Industrie

Veröffentlicht am 23.03.2011

Veröffentlichung von Serafin von Roon und Thomas Gobmaier in der BWK Nr. 3/2011, Düsseldorf, März 2011.

Bei der Gestaltung des zukünftigen Stromversorgungssystems wird häufig von einem Paradigmenwechsel vom Prinzip „Erzeugung folgt Verbrauch“ hin zu „Verbrauch folgt Erzeugung“ gesprochen. In der öffentlichen Diskussion wird dies durch die gesamte Bandbreite der Smart-Konzepte – wie z.B. Smart Grid oder Smart Home – geprägt. „Intelligente“ Haushaltsgeräte werden jedoch auf absehbare Zeit keine bedeutende Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien spielen (siehe folgender Artikel). In der Diskussion wird oft übersehen, dass die wesentlich größeren Potenziale in der Industrie zu finden sind.

In Deutschland ist eine Steuerung des Stromverbrauchs in der Industrie vor allem als Spitzenlastmanagement bekannt. Geregelt wird nur innerhalb des einzelnen Betriebs – ohne Fokus auf eine übergeordnete energiewirtschaftliche Optimierung. In den USA wird das Geschäftsmodell des „Demand Response“ bereits seit einigen Jahren mit Erfolg angewendet. Bisher gibt es in Deutschland nur Pilotprojekte, welche die technische Machbarkeit der verbraucherseitigen Lastbeeinflussung zeigen. Erste Unternehmen, wie die 2010 gegründete Entelios AG, setzen das Konzept kommerziell um.

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft zusammen. Es werden das technische und wirtschaftliche Potenzial sowie die Hemmnisse des Geschäftsmodells Demand Response dargelegt.

 

Weiterführende Informationen

Zur Pressemeldung Demand Response.

 

Ansprechpartner: Dipl.-Wirt.-Ing. Serafin von Roon, Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier

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