Demand Side Management in Haushalten - Potenziale und Hemmnisse für kurzfristige Leistungsbereitstellung

Veröffentlicht am 07.06.2010

(Veröffentlichung von Serafin von Roon, Thomas Gobmaier und Malte Huck in der BWK, Ausgabe 06/2010)

Das Potenzial von Demand Side Management (DSM) in Haushalten zur kurzfristigen Bereitstellung von Leistung für das Jahr 2020 erscheint geringer als vielfach erwartet. Das über den mehrstufigen Prozess quantitativer Abschätzungen ermittelte praktische Potenzial ergibt tagsüber eine positive Reserveleistung von 86 MW und eine negative Reserveleistung von 116 MW beim Einsatz von DSM bei Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Trocknern. Kühl- und Gefriergeräte weisen zwar ein etwas höheres Potenzial von 110 MW (positiv) bzw. 660 MW (negativ) auf, dieses kann jedoch nur wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn sehr zeitnah zunächst negative und anschließend positive Leistung bereitgestellt wird.

Neben den dargestellten Haushaltsgeräten könnten insbesondere Wärmepumpen kurzfristig ohne erhebliche Zusatzkosten Leistungen bereitstellen. Eine Abschätzung für das Jahr 2020 ergibt ein Potenzial von über 1 GW.

Beim Einsatz von DSM in Haushalten ist zu beachten, dass die erhöhte Flexibilität in der Regel durch einen erhöhten Energieverbrauch erkauft wird. Falls die notwendige Steuerungselektronik nur für DSM eingesetzt wird, ist eine Amortisation dieser zusätzlichen Investition bei kleinen schaltbaren Leistungen oder seltenem Einsatz kaum zu erwarten.

 

Autoren:

Dipl.Wi.-Ing. Serafin von Roon, Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier, Dipl.-Phys. Malte Huck

 

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