Energetische und wirtschaftliche Optimierung der Gebäudeautomatisation

Veröffentlicht am 08.08.2009

(Veröffentlichung von Dipl. Wi.-Ing. Serafin von Roon, Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch in: HLH Ausgabe 6-2009. Düsseldorf: Springer VDI Verlag, 2009)

(Messtechnische Untersuchung eines Münchner Bürogebäudes; Präsentation von Dipl. Wi.-Ing. Serafin von Roon und Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier beim Energiewirtschaftlichen Seminar an der TU München am 19.11.2007)

Im Rahmen eines durch das BMWi geförderten Projektes wurden die Daten der Gebäudeautomatisation (GA) eines Bürogebäudes rechnergestützt ausgewertet, um optimale Betriebsparameter und die damit verbundenen Einsparpotenziale zu ermitteln. In diesem Beitrag soll die dabei angewendete Vorgehensweise zur Analyse von GA-Daten gezeigt und mit den Ergebnissen des Projektes veranschaulicht werden.

Für die Übergabe eines neuen Gebäudes bzw. neuer gebäudetechnischer Anlagen werden meist die Parameter, wie Luftwechsel und Vorlauftemperaturen auf maximale Werte eingestellt, um Reklamationen bei der Abnahme vorzubeugen. Diese wenig effiziente Betriebsweise ist für den Nachweis der Leistungsfähigkeit der Anlagen geeignet, nicht jedoch für einen dauerhaften energetisch optimalen und kostengünstigen Betrieb. Nach der Abnahme ist daher stets eine Einregulierung und Optimierung der Parameter auf den realen Betriebsfall notwendig.

Verschiedene messtechnische Untersuchungen der Forschungsstelle für Energie­wirtschaft e.V. zeigen, dass häufig eine Optimierung des Regelsystems wegen der hohen Komplexität und der fehlenden Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Programmierung ausbleibt, und dem Betreiber des Gebäudes ein Anlagenbetrieb ohne Störungen genügt. Moderne GA-Anlagen bieten jedoch die Möglichkeit, Daten wie Temperaturen oder Stellwerte zu protokollieren und mittels PC auszulesen. Die Auswertung dieser Daten ermöglicht eine Funktionskontrolle von Sensoren und Regelung sowie die Ermittlung von optimalen Parametern und deren Einsparpotenziale, ohne die Programmierung der GA zu kennen.

Die Analyse besteht aus den Arbeitspaketen Validierung der Sensorik, Prüfung des Regelverhaltens, Aufstellen von Energiebilanzen und Analyse der Energiebilanzen.

 

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Ansprechspartner: Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier und Dipl.Wi.-Ing. Serafin von Roon