Entwicklung des Strombedarfs in Deutschland bis 2050

Veröffentlicht am 18.05.2009

(Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Beer in: Tagungsband der FfE-Fachtagung 2009 – Stromversorgung des 21. Jahrhunderts. München: Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE), 2009.)

Der Endenergieverbrauch hat in den letzten Jahren leicht abgenommen, während der Stromverbrauch relativ zu den anderen Energieträgern gestiegen ist. Ein Großteil des Stromes wird für die Bereitstellung von mechanischer Energie und Prozesswärme eingesetzt. Einige Energiedienstleistungen, besonders im Bereich der Information und Kommunikation, sind nur durch Strom realisierbar.

Der Bedarf an Nutzenergie ist von den Bedürfnissen der Menschen sowie dem zu deren Befriedigung verfügbaren Budget abhängig. Alle sozioökonomischen Rahmenbedingungen für Szenariorechnungen lassen sich darauf zurückführen. Zur Bereitstellung von Energiedienstleistungen ist Strom vor allem geeignet, weil er einfach und komfortabel handhabbar ist.

Im Projekt „Energiezukunft 2050“ wurden in drei aufeinander aufbauenden Szenarien der Energiebedarf und dessen Deckung in Deutschland bis 2050 bestimmt. Gegenüber der Referenzentwicklung wurde in Szenario 2 die Verwendung effizienterer Technologien untersucht. In Szenario 3 wird zudem von einem höheren Umweltbewusstsein der Bevölkerung ausgegangen.

Der Trend eines steigenden Strombedarfs setzt sich in allen drei Szenarien fort. Dadurch wird der Einsatz hocheffizienter Anwendungen, insbesondere im Verkehr, möglich. Für die Entwicklung der CO2-Emissionen aus der Stromverwendung ist die Art der Stromerzeugung entscheidend.

 

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Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Michael Beer