Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der Stromversorgung bei zunehmender dezentraler Erzeugung

Veröffentlicht am 13.04.2009

(Veröffentlichung von Michael Steck und Serafin von Roon in: Posterbeitrag zum 40. Kraftwerkstechnischen Kolloquium "Künftiger Brennstoff- und Technologieportfolio in der Kraftwerkstechnik" am 14./15.10.2008 im Congress Center Dresden, 2008)

Die deutsche Förderpolitik führt zu einem zunehmenden Einsatz dezentraler Erzeuger für die Strombereitstellung. Hierbei stellt sich die Frage auf die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Zuverlässigkeit der Strombereitstellung.

Die gesicherte Leistung des Gesamtsystems kann als die Zuverlässigkeit der Strombereitstellung definiert werden. Die Rekursiv-Formel von Billinton und Allan  kann genutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit einer maximalen Ausfallleistung bei der Betrachtung eines zusätzlichen Kraftwerks in einem Kraftwerkspark zu berechnen.

Auf Basis dieser Formel wurden verschiedene Rechenbeispiele zur Bestimmung der Zuverlässigkeit durchgeführt. Die Zusammensetzung des Kraftwerksparks wird hierbei schrittweise zwischen 100 % Kraftwerke großer Leistung und 100 % Kraftwerke kleiner Leistung variiert. Hierdurch wird ein Vergleich der Zuverlässigkeit der Systeme ermöglicht. Durch Variation der Ausfallwahrscheinlichkeit der Einzelkraftwerke können Varianten unterschiedlicher Zusammensetzung bei gleicher Systemzuverlässigkeit identifiziert werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass selbst bei einer geringeren Zeitverfügbarkeit von dezentralen KWK-Anlagen, diese bei einem moderaten Ausbau einen positiven Beitrag zum Zuverlässigkeitsniveau des Kraftwerksparks beitragen können.

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