Auftakt zur Demonstration der intelligenten Energiezukunft

C/sells Partnerversammlung am 19.1.2018 am Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Veröffentlicht am 19.01.2018

 

Publikum Csells Partnerveranstaltung
Bildquelle: StMWi

Anfang 2017 erfolgte der Startschuss für fünf Demonstrationsvorhaben in Deutschland, die im Rahmen des Förderprogramms der Bundesregierung "Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) bis Ende 2020 durchgeführt werden. Mit der Modellregion "C/sells" sind auch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen Teil des Schaufensters intelligente Energie. 100 Millionen Euro sollen in der Modellregion in Süddeutschland investiert werden.

Zu Beginn des zweiten Projektjahres wurde in der Partnerversammlung des C/sells Großprojekts im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie eine erste Zwischenbilanz gezogen und der Startpunkt für die Demonstrationsphase des Projekts gesetzt.

In seiner Begrüßung betonte der Bayerische Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Franz Josef Pschierer die zunehmende Notwendigkeit dezentraler Energielösungen und deren intelligenter Vernetzung für den Energiestandort Bayern. "Genau hier setzt das Projekt C/sells an. Schwerpunkt ist die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch. Mit seinem dezentralen Ansatz ist C/sells einzigartig und vorbildlich", so Pschierer. Zudem habe das Projekt eine wichtige Impulsfunktion. "Praxistaugliche Lösungen für die intelligente Vernetzung der Energiesysteme werden aufgezeigt und die Grundlage für notwendige Änderungen des rechtlichen Rahmens dargestellt."

Die große Notwendigkeit des Projekts C/sells brachte Gesamtprojektleiter Dr.-Ing. Albrecht Reuter auf den Punkt: "Energiewende ist weit mehr als die Vernetzung von intelligenter Technik. Erst dann, wenn wir vermitteln können, warum wir nachhaltige Infrastrukturen brauchen, werden sich Geschäftsmodelle entwickeln. Das ist unsere Kernaufgabe." Der Verbundkoordinator C/sells, Dr. Sebastian Brecker von EnergieNetzMitte ergänzte: "Mit unserem zellulären Ansatz für das Energiesystem der Zukunft schaffen wir vielfältige Möglichkeiten für neue und bestehende Akteure an möglichen zukünftigen Geschäftsmodellen zu partizipieren."

Vorbildcharakter hat dabei das Demonstrationsvorhaben "Intelligente Wärme München" der Stadtwerke München. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V., bezeichnet dieses Vorhaben des städtischen Energieversorgers als "vorbildlich". Die anstehende Wärmewende sei eine immense Herausforderung, da fast die Hälfte der energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland auf die Bereitstellung von Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme zurückzuführen sei. Die SWM haben diese Herausforderung frühzeitig erkannt und begegnen ihr auf intelligente Art und Weise.

"Wir freuen uns, Teil der "C/sells-Community" zu sein, mit unserem Demonstrationsprojekt zur Sektorkopplung bringen wir die Energiewende zu unseren Kunden", erläutert Andreas Weigand, zuständiger Projektleiter bei den Stadtwerken München.

Neben der Intelligenten Wärme München freut sich Prof. Mauch insbesondere auf das Demonstrationsvorhaben in Altdorf bei Landshut: "In Altdorf wird in enger Zusammenarbeit mit den Kunden im Netzgebiet des Bayernwerks gezeigt werden, wie die Integration kleinteiliger Flexibilitäten funktionieren kann. Die Versorger nehmen hier eine Vorreiterrolle ein, denn sie möchten den Stromkunden in Bayern langfristig eine sichere, komfortable und kostengünstige Energieversorgung bieten."

Im C/sells-Projekt haben sich 56 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Netzbetrieb zusammengeschlossen. Dabei steht das C für "Cells", für die Zellen, die in Summe die gesamte Modellregion ausmachen. Mit "sells" wird auf neue Geschäftsmodelle verwiesen, die mit der digitalen Energiewende neue Wirtschaftsstrukturen und -chancen entstehen lassen. Die Energiewirtschaft muss sich sukzessive auf neue Akteure einstellen und die Digitalisierung zum Kernbestandteil ihrer Geschäftsmodelle machen ohne ihren Versorgungsauftrag zu gefährden.

Kontakt: Prof. Wolfgang Mauch; Florian Samweber (089 / 15 81 21 – 55, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!); C/sells Regionalkoordination Bayern, Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

 

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