Erfolgreiche Ergebnispräsentation des Verbundforschungsprojektes MONA 2030

Veröffentlicht am 06.04.2017

Projektlogo MONA 2030Die Ergebnisse des Verbundforschungsprojektes MONA 2030 wurden im Rahmen der 26. Fachtagung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft mit dem Thema Perspektiven für ein effizienteres Energiesystem in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften einem breiten Publikum erstmalig vorgestellt.

Im Projekt MONA 2030 wurde ein systemübergreifender Vergleich von Maßnahmen zur Netzoptimierung erarbeitet; speziell im Hinblick auf die Einspeisung hoher Anteile Erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze sowie die zunehmende Last durch Verbraucher wie Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen. Für die Verbindung der wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Praxis wurde das Projekt von einem Beirat aus 16 Unternehmen unterstützt und begleitet. Die Zusammenarbeit mit allen Praxispartnern wurde als ein hervorragendes Beispiel dafür gesehen, wie ein intensiver Austausch zwischen Forschung und Energiewirtschaft ein Forschungsprojekt erfolgreich machen kann.

Das sieht auch Bayerns Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Franz Josef Pschierer so: „Bayern ist Vorreiter bei der Energiewende. Um auf Kurs zu bleiben sind Projekte wie MONA unerlässlich. Sie helfen uns, die Energiewende entscheidend voranzubringen und leisten einen wertvollen Beitrag zur vorausschauenden Planung des Versorgungssystems. Besonders überzeugt mich die umfassende Herangehensweise: Statt einer rein wirtschaftlichen Optimierung werden auch sozialökologische Folgen einbezogen. Nur so können alle Belange berücksichtigt werden: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Akzeptanz und Klimaschutz".

Die mit der Energiewende einhergehende Neustrukturierung und zunehmende Digitalisierung rückten Stromnetze zunehmend in den Fokus der energiewirtschaftlichen Forschung – dies war lange Zeit nicht der Fall. Es stehen nun ganz neue Möglichkeiten zur Netzgestaltung, speziell im Hinblick auf die Einspeisung hoher Anteile erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze, zur Verfügung. Das macht die Gestaltung einer optimalen, zukunftsfähigen Stromnetzinfrastruktur zu einem hochspannenden Forschungsfeld.

Das Projekt MONA zeigt: Von der fortschreitenden Digitalisierung profitieren viele Netzoptimierende Maßnahmen. Insbesondere Synergieeffekte mit dem anstehenden Smart Meter Rollout führen zu möglichen Kostenreduktionen und vereinfachter Erschließung.

MONA zeigt auch, dass für den Erfolg Netzoptimierender Maßnahmen eine möglichst ganzheitliche Betrachtung nicht nur technischer und wirtschaftlicher Parameter, sondern auch ökologischer, gesellschaftlicher, volkswirtschaftlicher und regulatorischer Aspekte essentiell ist.

Professor Ulrich Wagner, wissenschaftlicher Leiter der FfE, zog ein positives Resümee: „ Ganz besonders möchte ich auch den hervorragenden Austausch hervorheben, der zwischen allen beteiligten Projektpartnern stattgefunden hat und natürlich wünsche ich mir, diesen auch in Zukunft so fortzuführen: Eine Win-Win-Situation für alle Seiten! Der intensive Austausch mit den Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreibern hat für alle Projektpartner das Wissen über unsere Stromnetze stark verbessert – ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Forschung und Energiewirtschaft aussehen soll.“

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine interaktive Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum praktischen Potenzial Netzoptimierender Maßnahmen und möglichen Handlungsempfehlungen.

Das gesamte Wissen, das im Laufe des Projektes MONA 2030 erarbeitet wurde, steht der Öffentlichkeit in Form zahlreicher Veröffentlichungen, Abschlussarbeiten und Endberichten unter zur Verfügung.

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