Einfluss des Strom- und Wasserstoff-Produktionsmixes auf die Well-to-Wheels-Bilanz elektrisch angetriebener Fahrzeuge

Veröffentlicht am 27.10.2015

Die derzeit sehr dynamischen Entwicklungen in der europäischen Energiewirtschaft haben einen direkten Einfluss auf die Bewertung der Elektromobilität, da für eine ganzheitliche ökologische und energetische Well-to-Wheels (WtW)-Bewertung elektrischer Antriebe insbesondere auch die Herkunft der Primärenergie für die Stromerzeugung beziehungsweise Wasserstoffproduktion zu berücksichtigen ist.

Mit dem Ziel, aktuelle und zukünftige Fahrzeugantriebe aus ökologischer und energetischer Sicht zu bewerten und zu vergleichen, wurde durch den europäischen Forschungsverbund JEC eine Well-to-Wheels-Analyse erarbeitet. In dieser Studie wurde für den europäischen Strommix auf Daten aus 2009 zurückgegriffen.

Für die Jahre 2020 bis 2050 ist jedoch von einem stark veränderten Kraftwerkspark auszugehen. Darüber hinaus wurden in der JEC Studie nur einzelne Herstellungspfade von Wasserstoff (H2) bzw. Strom betrachtet, eine Prognose des Herstellungsmixes wurde jedoch nicht erstellt. Daher war es Ziel einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) im Auftrag der Daimler AG, den genauen Einfluss des ökonomisch optimierten H2-Produktionsmixes und der Zusammensetzung der Stromerzeugung auf die Well-to-Wheels-Bilanz elektrischer Fahrzeuge für Deutschland zu bestimmen.

Dazu wurden unterschiedliche Szenarien bis zum Jahr 2050 entwickelt, welche die möglichen Entwicklungen relevanter Einflussgrößen auf den zukünftigen Strom- und H2-Produktionsmix berücksichtigen. Die entwickelten Szenarien wurden im Rahmen einer WtW Analyse genutzt, um die Umweltwirkungen (Treibhausgasemissionen und Primärenergiebedarf) elektrischer Antriebe angesichts der energiewirtschaftlichen Entwicklungen zu bewerten. Neben dem besonderen Fokus auf Brennstoffzellen-Fahrzeugen (Fuel Cell Electric Vehicle - FCEV) wurden auch batterieelektrische Fahrzeuge (Battery Electric Vehicle - BEV) betrachtet.

In der Dezember-Ausgabe 2015 der Zeitschrift et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, wird ausführlich über diese Studie berichtet werden.

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