Energieeffizienz und Erneuerbare Energien europaweit in Balance bringen


München, März 2012

Die Bundesregierung hatte mit ihrem Energiekonzept vom September 2010 bereits richtungsweisende Ziele an eine nachhaltige und zuverlässige Energieversorgung der Zukunft gesetzt. Nach dem Reaktorunfall von Fukushima wurde offenkundig, dass die Vorgaben des Energiekonzeptes zwar grundsätzlich „robust“ sind, aber die Frage der Risikobewertung der Kernenergienutzung – und aller anderer Energietechnologien – überdacht werden muss. Entsprechende Anpassungen im Energiekonzept sind dazu im Juni 2011 erfolgt. Dazu nimmt die FfE Stellung wie folgt: 

Eindeutige Zielvorgaben

Es ist eine klare und langfristige Festlegung von Zielprioritäten bezüglich Versorgungssicherheit, globaler Ressourcenverfügbarkeit, Umwelt- und Klimaschutz, technologischen Risiken sowie Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und Sicherung von Industriestandorten notwendig. Ein fallweises Umlenken in der Priorisierung oder gar gegenseitiges Ausspielen der Zielfunktion verhindert eine langfristige Planung.

Energieträgerübergreifendes und technologieneutrales Denken

In der politischen Praxis muss die Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung als ein System mit vielen Wechselwirkungen betrachtet werden. Ziel muss es sein, die jeweiligen Bedarfsentwicklungen und Erzeugungstechnologien stärker zu verknüpfen und neue nationale energieträgerübergreifende Energiemanagementstrukturen für Erzeugung, Transport und Speicherung zu schaffen.
Dabei ist im Sinne nachhaltigen Handelns Aufgeschlossenheit für zukünftigen wissenschaftlichen Fortschritt auf allen Gebieten, Technologieoffenheit sowie die Diversifizierung der Energieträger erforderlich.

Europäischer Ansatz

Alle Energiesparten, insbesondere aber die Stromversorgung, sind nicht nur national, sondern europäisch zu gestalten. So bedeutet eine europaweite Abstimmung für die Planung und den Betrieb von erneuerbarer, fossiler und nuklearer Stromerzeugung sowie Netzen und Speichern große Vorteile (z.B. mit Blick auf den optimalen Einsatz norwegischer und österreichischer Wasserkraft oder den Import von Atomstrom aus Nachbarländern).
In Deutschland, europa- und weltweit steht eine umfassende Erneuerung des Kraftwerksparks innerhalb der nächsten 15 Jahre an. Umso entscheidender ist, dass keine teuren nationalen Alleingänge versucht werden, die zu aufwendigen Systemen, hohen volkswirtschaftlichen Kosten und entsprechenden Akzeptanzproblemen führen würden.

Fazit

Die Bevölkerung hat realisiert, dass nachhaltige Energieversorgung ein gesellschaftlich und volkswirtschaftlich gleichrangiges Thema wie Gesundheit, Bildung und soziale Sicherheit ist.
Mit vorhandenen Techniken lassen sich enorme Effizienzpotenziale in der Anwendung heben. Zudem können die erneuerbare Energien erhebliche Erzeugungsmengen aus konventionellen Anlagen ersetzen. Wichtigstes Ziel mit Blick auf die ebenfalls begrenzte Ressource Geld ist die ökonomisch und ökologisch optimale Kombination von Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz und Erneuerbaren Energien – also Effizienz und Erneuerbare in der Balance, europaweit.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.