Demand Response in der Industrie – Status und Potenziale in Deutschland

München, 24. Februar 2011

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) veröffentlicht eine neue Kurzstudie zum Thema Demand Response, in der die Steuerung elektrischer Lasten in der Industrie als mögliches Geschäftsfeld analysiert wird. Dabei werden das technische und wirtschaftliche Potenzial für ein Demand Response Geschäftsmodell strukturiert dargelegt sowie mögliche Hemmnisse bei der Umsetzung in Deutschland aufgedeckt.

Bei der Gestaltung des zukünftigen Stromversorgungssystems wird häufig von einem Paradigmenwechsel vom Prinzip „Erzeugung folgt Verbrauch“ hin zu „Verbrauch folgt Erzeugung“ gesprochen. Das technische Potenzial im Sinne geeigneter Verbraucher ist in Deutschland vorhanden.  Die Dauer der möglichen Abschaltung ist dabei ein wichtiger Aspekt für die Beurteilung des Potenzials. Schaltvorgänge im Bereich von 5 Minuten können rechnerisch noch von sehr vielen Anlagen durchgeführt werden, schon bei 30 Minuten stoßen jedoch viele Prozesse aufgrund von Grenztemperaturen oder der notwendigen Einhaltung von Produktionsplänen an die Grenzen der Verschiebbarkeit. Eine Verlängerung der Schaltdauer von 5 Minuten auf eine Stunde reduziert das Potenzial bereits von 9 GW auf 2,5 GW (vergleiche Abbildung 1).

Die zunehmende Einspeisung von erneuerbaren Energien wird die Rahmenbedingungen für Demand Response in Deutschland weiter verbessern. Zukünftig wird der konventionelle Kraftwerkspark deutlich dynamischer betrieben, Prognosefehler im Bereich von mehreren Gigawatt müssen kurzfristig ausgeglichen werden. Es kommt zunehmend zu Netzengpässen, insbesondere wenn der ausgewiesene notwendige Netzausbau weiter so schleppend erfolgt.

Für die Umsetzung des Geschäftsmodells „Demand Response“ bestehen im Bereich der Abrechnung und der Transaktionskosten noch Hemmnisse, für die jedoch einfache Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Demand_Response_Abb_1_400

Abbildung 1: Technisches Potenzial der abschaltbaren Leistung von Industriebetrieben in Abhängigkeit der Abschaltzeit

 

Die vollständige Studie steht ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden