Regional differenzierte Solarthermie-Potenziale für Gebäude mit einer Wohneinheit

Dissertation von Roger Corradini – eingereicht am 12. April 2013, Tag der mündlichen Prüfung am 23. Juli 2013.

Erster Referent:  Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner (Ruhr-Universität Bochum)
Zweiter Referent:  Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner (TU München, DLR e.V. Köln)

Abstract

Der Gebäudebestand mit einer Wohneinheit trägt mit seinem Wärmebedarf knapp 14 % des gesamten Endenergiebedarfs über alle Sektoren und Anwendungsarten. Im Rahmen einer Potenzialermittlung kann gezeigt werden, dass solarthermische Anlagen in diesem Gebäudebestand bis zu 280 PJ (25 %) Endenergie substituieren bzw. bis zu 20 Mio. Tonnen CO2 vermeiden können. Die entwickelte Methodik bildet einen regional differenzierten Gebäudebestand ab, der nach verschiedenen Kriterien wie Gebäudetyp, wärmetechnischer Qualität sowie Wärmebedarf für Raumwärme und Warmwasser unterscheidet. Über solarthermische Simulationen – inkl. einer bundesweiten Analyse von Dachflächen-Orientierungen – werden drei Solarthermie-Ausbauszenarien entwickelt. Hierüber können nach 12.278 Gemeinden differenziert Aussagen zum technischen sowie – um ausgewählte einschränkende Kriterien reduziert – realisierbaren Potenzial der Solarthermie für Wärmeanwendungen im Gebäudebestand mit einer Wohneinheit getroffen werden.

ST-Potenzial_Referenz-Standorte_550

Abbildung 1:  Solarthermische Potenziale von Einfamilienhäusern an ausgewählten "Extremstandorten1"
 

1) Die Extremstandorte zeichnen sich durch die Kombination aus jeweils hoher und niedriger Gradtagszahl bzw. Globalstrahlung aus.