08.2025 - 12.2025

Kooperationsforum Großbatteriespeicher

Die aktuellen Herausforderungen gemeinsam angehen und tragfähige Lösungen entwickeln

Der derzeit dynamische Hochlauf von Großbatteriespeichern macht deutlich: Sie sind ein zentraler Baustein für die Energiewende. Durch ihre Flexibilität ermöglichen sie die Integration erneuerbarer Energien, die Bereitstellung wichtiger Systemdienstleistungen und perspektivisch auch die Senkung der Netzbetriebs- und ausbaukosten. Gleichzeitig stellt der Ausbau die Akteure vor erheblichen Herausforderungen –  knapper werdende Netzkapazitäten, komplexe Netzanschlussprozesse, Unsicherheit bei Netzauswirkungen und unklare regulatorische Rahmenbedingungen.

58 Unternehmen – 4 Handlungsfelder – 1 gemeinsames Ziel

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben wir das Kooperationsforum Großbatteriespeicher ins Leben gerufen. Gemeinsam mit 58 Unternehmen – Projektierer, Vermarkter, Netzbetreiber, Energieversorger – werden wir praxisnahe und tragfähige Lösungen erarbeiten. Dabei setzen wir auf einen offenen, sachlichen und wissenschaftlich fundierten Austausch. Die Ergebnisse des Forums sollen ebenfalls konkrete Impulse zur Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens liefern.

 

Abbildung 1: Die Kooperationspartner

Vier zentrale Handlungsfelder

In den kommenden Monaten widmet sich das Forum vier zentralen Handlungsfeldern:

  • Netzanschlussanfragen – Verfahren strukturieren und effizienter gestalten
  • Flexible Netzanschlussvereinbarungen – mehr Einheitlichkeit und Transparenz schaffen
  • Netzentgeltregelungen – sinnvolle Ausgestaltungsvarianten entwickeln
  • Co-Location – Anpassungsbedarfe und Lösungswege aufzeigen

Das Forum ist als praxisnahes, lösungsorientiertes Format konzipiert. Unser methodischer Ansatz umfasst:

  • Strukturierter Austausch: Wir schaffen einen Raum für sachliche Diskussionen und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen.
  • Wissenschaftliche Begleitung: Zur Lösungsfindung tragen wir mit tiefergehenden, wissenschaftlichen Analysen zu aktuellen Problemstellungen bei.
  • Erarbeitung von Lösungsbausteinen: Unser Ziel ist es Lösungen zu erarbeiten, die von einer Mehrheit der teilnehmenden Unternehmen mitgetragen werden.

Darüber hinaus werden wir in den Dialog mit regulatorischen Entscheidungsträgern treten sowie den relevanten Verbänden.

Erste Erkenntnisse

Definitionen

Bevor wir mit der Arbeit in den Handlungsfeldern gestartet sind, haben wir uns mit Begrifflichkeiten auseinandergesetzt. Denn immer noch werden Begriffe, wie system-, markt- oder netzdienlich, unterschiedlich verwendet. Die folgenden Definitionen stellen eine neutrale Zusammenfassung unserer Diskussionen im Forum dar. Sie spiegeln unterschiedliche Perspektiven wider, repräsentieren aber nicht zwangsweise die Position oder Meinung einzelner Unternehmen im Forum.

Die erarbeiteten Definitionen lassen sich dabei jeweils operativ oder investiv auslegen:

  • Operative Auslegung: Die Betriebsweise einer Anlage zu einem bestimmten Zeitpunkt hat einen Einfluss auf die Netzauslastung und damit die Netzbetreibereingriffe i. S. v. Redispatch oder § 14a EnWG oder die Betriebsmittelalterung.
  • Investive Auslegung: Die Anschlussherstellung einer Anlage kann sich nur dann mindernd oder gar nicht auf den Ausbaubedarf des allgemeinen Netzes auswirken, wenn ein dauerhafter netzneutraler bzw. netzdienlicher Betrieb schon beim Anschluss sichergestellt wird.

Die Definitionen zielen auf eine Netzwirkung bzw. auf eine Wirkung auf die Netzkosten ab. Referenz ist dabei immer das gesamte Netz ohne die betreffende Anlage. Ein Vergleich mit der betreffenden Anlage bspw. im rein marktorientierten Betrieb ist nicht zielführend. Bei gegenläufigen Effekten in vor- und nachgelagerten Netzebenen ist der netzebenenübergreifende Effekt in Summe für die Einordnung entscheidend.

Handlungsfelder – Auftaktworkshops

Jedes Handlungsfeld beginnt mit einem Auftaktworkshop, in dem wir gemeinsam den konkreten Handlungsbedarf strukturieren und priorisieren. Weitere Informationen finden Sie im jeweiligen PDF zum Download.

  • In unserem Auftaktworkshop zum Handlungsfeld Netzanschlussanfragen haben wir ein gemeinsames Verständnis der Problemstellung entwickelt und den Grundstein für konsensfähige, praxisnahe Lösungen gelegt.
  • In unserem zweiten Auftaktworkshop ging es um Flexible Netzanschlussvereinbarungen. Hier haben wir die zentralen Herausforderungen sowie relevante Ausgestaltungselemente flexibler Netzanschlussvereinbarungen diskutiert und damit die Basis für die Entwicklung praxisnaher Lösungen geschaffen.
  • Im dritten Auftaktworkshop haben wir verschiedene Vorschläge zu Netzentgeltregelungen diskutiert. Dabei haben wir die Vorteile, Risiken und Ausgestaltungsmöglichkeiten zu den einzelnen Vorschlägen gesammelt, um darauf aufbauend zielgerichtete Lösungen zu erarbeiten.

Handlungsfelder – Lösungsworkshops

Für jedes Handlungsfeld führen wir einen Lösungsworkshop durch, in denen wir mögliche Lösungen diskutieren, die wir durch intensiven Austausch mit unseren Kooperationspartnern  und eigenen Analysen erarbeitet haben. Weitere Informationen finden Sie im jeweiligen PDF zum Download.

  • In unserem ersten Lösungsworkshop zum Handlungsfeld Netzanschlussverfahren haben wir unsere Analysen und fünf konkrete Verbesserungsvorschläge vorgestellt. Mit unseren Kooperationspartnern haben wir diskutiert, wie diese zu einem fairen, effizienten und systemisch sinnvollen Verfahren beitragen können.
  • In unserem zweiten Lösungsworkshop zum Handlungsfeld Flexible Netzanschlussvereinbarungen haben wir Thesen zur Ausgestaltung von FCAs diskutiert, sowie zu deren Nutzung als Werkzeug im Engpassmanagement und als Priorisierungsinstrument beim Netzanschluss.
  • Im Lösungsworkshop zum Handlungsfeld Netzentgeltregelungen haben wir mit unseren Kooperationspartnern diskutiert, wie Netzentgeltregelungen ausgestaltet werden sollten und welche Auswirkungen unterschiedliche Ausgestaltungen auf den Betrieb von Großbatteriespeichern haben. Dabei standen insbesondere die Effekte verschiedener Netzentgeltregelungen auf Wirtschaftlichkeit, Einsatzverhalten und Systemdienlichkeit im Fokus.
  • Im Lösungsworkshop zum Handlungsfeld Co-Location haben wir mit unseren Kooperationspartnern diskutiert, wie sich Potenziale für die Netzintegration von Speichern durch Co-Location heben lassen. Dabei standen drei Dimensionen im Fokus: Herausforderungen im Netzanschlussprozess von Co-Location Projekten, Ansätze zur Wirtschaftlichkeit und Marktintegration sowie Aspekte der Netz- und Systemintegration.

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