Flexibilitäts-Check 2026: FfE und E.ON zeigen Potenziale flexibler Energienutzung in deutschen Haushalten
München, 8. September 2026: In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben E.ON und FfE haben die Ergebnisse des neuen Flexibilitäts-Checks vorgestellt. Die Studie zeigt, welches technische und wirtschaftliche Potenzial in der flexiblen Nutzung von Strom in deutschen Haushalten steckt. Die Ergebnisse stießen bereits am Tag der Veröffentlichung auf großes Interesse in den Medien.
Die Analysen zeigen, dass bereits heute rund 18,3 TWh Stromverbrauch pro Jahr zeitlich verschoben werden könnten, beispielsweise durch die intelligente Steuerung von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen, Heimspeichern und Haushaltsgeräten. Bis 2031 könnte dieses technische Flexibilitätspotenzial auf 34 TWh anwachsen.
„Die verschiebbare Energiemenge von etwa 18 TWh speist sich aus 2,2 Millionen Heimspeichern, mehr als zwei Millionen Elektroautos, knapp zwei Millionen Wärmepumpen sowie zusätzlichen Potenzialen von Waschmaschinen, Trocknern und Geschirrspülmaschinen. Das gesamte Flexibilitätspotenzial hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht und wird in den kommenden Jahren deutlich wachsen“, so Dr. Serafin von Roon, Geschäftsführer der FfE.
Neben dem Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien verdeutlichen die Ergebnisse auch die wirtschaftlichen Chancen flexibler Stromnutzung. Durch die intelligente Steuerung von Elektroautos, Wärmepumpen und Heimspeichern könnten Haushalte in Deutschland jährlich bis zu 762 Mio. Euro einsparen. Werden zusätzlich Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler berücksichtigt, steigt das Potenzial auf bis zu 1,65 Mrd. Euro pro Jahr. Gleichzeitig könnten durch die Verlagerung von Stromverbräuchen in Zeiten hoher erneuerbarer Stromerzeugung mehr als eine Million Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr vermieden werden.
Ergänzend zur technischen Analyse wurde eine repräsentative YouGov-Befragung mit mehr als 4.200 Teilnehmenden durchgeführt. Sie zeigt, dass die Bereitschaft zur flexiblen Energienutzung in der Bevölkerung grundsätzlich vorhanden ist: 68 % der Befragten würden ihren Stromverbrauch in günstigere Zeitfenster verlagern, wenn dadurch finanzielle Vorteile entstehen. Gleichzeitig wächst die Bekanntheit dynamischer und flexibler Stromtarife.
In welchen Regionen die deutschen Haushalte im Hinblick auf das Energiesystem besonders „flexibel“ sind, ist im E.ON Energieatlas abrufbar: E.ON Energieatlas | Flexibilitäts-Check – Flex-Score