FfE-Energietage

Seit fast 50 Jahren – genau seit 1977 – organisieren wir im zweijährigen Rhythmus die FfE-Fachtagung. Was ursprünglich als Plattform für junge Wissenschaftler:innen begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer der zentralen Institutionen für den Austausch aktueller Themen, Lösungen und Forschungsergebnisse in der deutschen Energiewirtschaft entwickelt. Download des Tagungsprogramms

Die 30. FfE-Energietage
FfE-Energietage 2025

Ein ganz herzlicher Dank geht an unsere Referentinnen und Referenten, das unermüdliche Orga-Team und nicht zuletzt an unser engagiertes Publikum. Mit Ihren Beiträgen und Ihrem Engagement haben Sie die FfE-Energietage 2025 wieder zu einer spannenden Veranstaltung voller innovativer Ideen, neuer Perspektiven und konkreter Lösungsansätze für eine resiliente Transformation gemacht!

Und weil nach der Tagung vor der Tagung ist, wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen bei den nächsten FfE-Energietagen vom 28. bis 29. April 2027.
Hier gleich in den Kalender eintragen!

Wie gelingt die resiliente Transformation des Energiesystems unter geopolitischen Unsicherheiten, regulatorischen Umbrüchen und wirtschaftlichen Herausforderungen? Mit dieser Kernfrage rückten die FfE-Energietage vom 13. bis 15. Mai 2025 in der bayerischen Akademie der Wissenschaften in München die Verbindung von Wissenschaft, Praxis und Politik in den Mittelpunkt. Die 30. Ausgabe der FfE-Fachtagung setzte erneut ein starkes Zeichen für eine praxisnahe Energieforschung und den fundierten, wissenschaftlichen Dialog.

Drei Tage, drei Formate: Industrietag, Fachtagung und Warm-up aus der Wissenschaft

Den Auftakt bildete der gemeinsam mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. organisierte Industrietag, der sich dem Thema „CO₂-Verminderung in der Industrie“ widmete. Praxisnahe Interviews und eine abschließende Podiumsdiskussion mit Wirtschafts- und Politikvertretern spannten den Bogen von unternehmerischer Praxis zur industriepolitischen Perspektive in Bayern.

Die anschließende zweitägige Fachtagung bot ein dichtes Programm mit Einblicken in aktuelle Forschungsprojekte, Impulsen sowie vertiefenden Fachpanels. Sie begann traditionell mit dem „Warm-Up aus der Wissenschaft“, in dem exzellente Masterarbeiten (Helmut-Schaefer-Preis) und laufende Promotionsvorhaben von FfE-Mitarbeitenden vorgestellt wurden.

Impulse zwischen Energiepolitik, Geopolitik und Gesellschaft

Drei herausragende Impulsvorträge setzten den thematischen Rahmen:

  • Kerstin Andreae (BDEW) betonte die Bedeutung einer umfassenden Resilienzstrategie – mit Fokus auf europäische Wasserstoffwirtschaft, heimische Erzeugungskapazitäten und Lieferketten.
  • Benedikt Franke (Münchner Sicherheitskonferenz) hob die sicherheitspolitische Relevanz von Energiesouveränität hervor und forderte eine stärkere europäische Handlungsfähigkeit.
  • Armin Nassehi (LMU München) eröffnete gesellschaftliche Perspektiven auf die Transformation und reflektierte deren soziologische Spannungsfelder.

Forschung für die Praxis: spannende Diskussionen, Impulse und kompakte Projektvorstellungen

In kompakten Projektvorstellungen präsentierte die FfE u.a. Arbeiten zu schneller Netzanschlussplanung, CO₂-Verminderungskosten, V2G-Potenzialen und Vermarktung von Großwärmepumpen an den Energiemärkten. Eine begleitende Posterausstellung bot Raum für vertieften Austausch.

Themenschwerpunkte aus den Fachpanels

Trendszenario – Planung unter veränderten Rahmenbedingungen
Sowohl Ziel- als auch Trendszenarien sind wichtig. Zielszenarien zeigen politische Wege auf, Trendszenaren werden kurzfristiger für die realistische Entwicklung und Steuerung benötigt. Der Ausbau von Technologien sollte stetig erfolgen, um Planungssicherheit zu haben. Es ist immer erforderlich, einen Szenariorahmen aufzuspannen und Unsicherheiten zu quantifizieren.

Kosteneffizienz und Finanzierung der Transformation
Die Energiewende muss bezahlbar, planbar und finanzierbar sein. Nur so bleibt sie wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert. Der Dialog zwischen Finanz- und Energiewirtschaft ist hierbei essenziell.

Moleküle als entscheidende Partner in der Energietransformation
Die Wasserstoffbranche steht vor einem entscheidenden Übergang: von der Konzept- zur Umsetzungsphase. Mit wachsender Erfahrung, ersten Erfolgen und einem zunehmend realistischen Blick auf Marktmechanismen sind die Voraussetzungen für den Hochlauf geschaffen.

CCU/S ist neben dem Ausbau natürlicher CO2-Senken für die Erreichung der Klimaziele unverzichtbar. Obwohl Technologien wie BECCS und DACCS bei den aktuellen Kosten noch keinen skalierbaren  Business Case darstellen, bieten sie die Chance, einen neuen Wirtschaftszweig aufzubauen, in den es sich jetzt schon lohnt, zu investieren.

Innovation beschleunigen
Deutschland als Innovationsstandort funktioniert, insbesondere unter Einbezug der Wissenschaft. Ein bisschen mehr Mut und Pragmatismus bei der Umsetzung würden aber für die Zukunft helfen. Regulatorische Flexibilität, Start-up-Kooperationen und mutige Pilotierungen sind Schlüssel für beschleunigten Markthochlauf.

Flexibilitäten heben
Technologisch sind viele dezentrale Flexibilitätsoptionen bereits einsatzbereit – nun braucht es gezielte regulatorische Rahmenbedingungen, um sie effektiv ins Energiesystem zu integrieren. Die breite Erprobung praxisnaher Lösungen kann dabei helfen, Umsetzung und Skalierung deutlich zu beschleunigen.

Marktdesign der Zukunft
Einigkeit herrscht über die Notwendigkeit von Flexibilität – Verschiedene Sichtweisen ergaben sich bei der Umsetzung: Gebotszonensplit, Kapazitätsmärkte und weitere Mechanismen wurden kontrovers diskutiert. In einem komplexer werdenden Energiesystem wird es neue Marktmechanismen für lokale Preissignale brauchen.

Wissenschaft trifft Öffentlichkeit

Ein besonderes Highlight bildete die Live-Aufzeichnung der 100. Folge des Podcasts „Redispatch“ mit Prof. Nassehi zur Frage: „Wie verhält sich die Gesellschaft im Wandel angesichts globaler Turbulenzen?“

Fazit

Die 30. FfE-Fachtagung machte deutlich: Die Energiewende braucht Pragmatismus, Innovationskraft und widerstandsfähige Strukturen. Forschung, Politik und Wirtschaft müssen dabei enger denn je zusammenarbeiten. Die Energietage boten hierfür erneut einen fundierten Rahmen – mit dem klaren Anspruch, die Theorie in die Praxis zu überführen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Highlights und Themenschwerpunkten finden Sie in unserer Pressemappe.

Herzlichen Dank an unsere hochkarätigen Redner:innen, darunter

Herzlichen Dank an unsere Medienpartner

FfE-Fachtagung mit freundlicher Unterstützung von

Impressionen der FfE Energietage 2025

Kerstin Andreae
Dr. Benedikt Franke
Begrüßung durch Prof. Dr. Arndt Bode
Begrüßung durch Prof. Dr. Florian Bieberbach
Begrüßung durch die Geschäftsführer Dr.-Ing. Serafin von Roon und Dr.-Ing. Christoph Pellinger
Impuls von Dr.-Ing. Andrej Guminski auf dem Industrietag
Meike Vey erhält die Urkunde für den Helmut-Schaefer-Preis 2025 in der Kategorie externe Arbeiten von Geschäftsführer Dr. Serafin von Roon
Podiumsdiskussion
Christoph Müller erhält die Urkunde für den Helmut-Schaefer-Preis 2025 in der Kategorie interne Arbeiten von Geschäftsführer Dr. Serafin von Roon
Meike Vey und Christoph Müller gewinnen den Helmut-Schaefer-Preis 2025 (vlnr. Dr. Serafin von Roon, Christoph Müller, Meike Vey, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch
Gewinner des Tyczka Energiepreises

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Mit der Fachtagung wird die satzungsgemäße Aufgabe der FfE in mehrfacher Hinsicht erfüllt. Zum einen informiert sie über aktuelle Fragen der Energiewirtschaft, zum anderen fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs und schlägt eine Brücke zwischen den verschiedenen Disziplinen im System eines vernetzten Energiesystems.

Die vergangenen FfE-Energietage auf einem Blick: