| Dynamisches Potenzial zur kurzfristigen Leistungsbereitstellung |
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Das Tool oder die Methodik zur Berechnung des dynamischen Potenzial von Mikro-KWK-Anlagen und sonstigen dezentralen Einspeisern zur kurzfristigen Leistungsbereitstellung erlaubt unter anderem eine Bewertung der Möglichkeiten dieser Anlagen zur Bereitstellung von Sekundärregelleistung. Etwaige weitere Einsatzgebiete sind auch das Bilanzkreismanagement oder die Primärregelung. Als Eingangsparameter für die Betrachtung dient die Nennleistung PN der Anlagen sowie die Größe des thermischen Speichers Qmax. Des Weiteren werden folgende Datenreihen benötigt:
Als zeitliches Potenzial Pot zum Zeitpunkt t wird die maximal mögliche Zeit Pot(t), die eine KWK-Anlage ab dem Zeitpunkt t noch mit Nennleistung laufen kann, bezeichnet. Das heißt, dass die Anlage zu einem bestimmten Zeitpunkt t während des gesamten Zeitraums Pot(t) auf Nennleistung betrieben werden kann, ohne dabei die Sicherheitskriterien wie maximal zulässige Vor- und Rücklauftemperatur zu verletzen, die zur Abschaltung der Anlage führen würde. Das entscheidende Kriterium dabei ist die thermische Beladung des Pufferspeichers (PS). Für jeden Zeitpunkt t wird die Zeit berechnet, die die KWK-Anlage braucht, um die thermische Energie im PS bis zum Maximum anzuheben. Dafür wird für jeden Zeitschritt t das kleinste n gefunden, für das folgende Ungleichung erfüllt ist:
In diesem Beispiel wird schematisch der Verlauf der PS-Energie Qist und der Leistungen PLast (Heizwärmelast) und Pth (in diesem Fall PN) dargestellt. Zum Zeitpunkt t1 wird das dynamische Potenzial Pot(t1) ermittelt. Im Folgenden werden die verschiedenen Abschnitte der Graphik erläutert.
Der Bereich zwischen t1 und t4 entspricht dem dynamischen Potenzial Pot(t1) zum Zeitpunkt t1. Wird das Potenzial für einen bestimmten Zeitpunkt ermittelt und erfolgt ein Abruf zu diesem Zeitpunkt, so ändern sich die vor dem Abruf berechneten Potenziale für alle zukünftige Zeitpunkte. Das Potenzial muss nach jedem Abruf neu berechnet werden, da die Speicherbeladung und -entladung im Fall eines Abrufs anders als ohne Abruf verläuft.
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Tomás Mezger und Dipl. Wi.-Ing. Serafin von Roon |





