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Koordinationsstelle der Wasserstoffinitiative Bayern  

 

Abstract

Im Jahr 1995 hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie vier Arbeitsgruppen zur Diskussion über bayerische Aktivitäten auf dem Feld der Wasserstoff-Energietechnologie eingerichtet. Unter Beteiligung einer großen Zahl von Unternehmen mit zum Teil langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet wurden der Stand der Technik und die kurz- und langfristig erforderlichen Maßnahmen dargestellt. Aus diesen Arbeitsgruppen ging die von Staatsminister Dr. Otto Wiesheu 1996 gegründete Wasserstoff-Initiative Bayern wiba hervor.

Zum Koordinator der Wasserstoff-Initiative Bayern wurde Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner berufen und 1996 die Koordinationsstelle der wiba an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft eingerichtet. Im Juni 1997 verkündete Dr. Otto Wiesheu in seiner Regierungserklärung "Mit neuer Energie in die Zukunft" die Bereitstellung von 50 Mio. DM (25,6 Mio. €) aus Privatisierungserlösen für die Förderung von Wasserstoff-Projekten.

Allgemeiner Kontext und Zielsetzung

Die Koordinationsstelle der wiba berät das Ministerium und die Unternehmen im Sinne einer energie- und volkswirtschaftlich effizienten Verwendung der Wasserstoff-Förderung. Dazu wurde sie mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Wasserstoffenergietechnologie in Form von Broschüren, Tagungen, Messen, Medienarbeit etc.
  • Energiewirtschaftliche Analysen zu den Themen Wasserstofferzeugung, -logistik und -anwendung sowie Brennstoffzellen
  • Erarbeitung einer langfristigen Strategie zur Förderung der Wasserstoffenergietechnologie. Hierbei spielen die Kooperation mit anderen Landesinitiativen und die Mitarbeit im Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Strategiekreis HYBERT, bei der “European Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform” sowie in der “International Partnership for the Hydrogen Economy” eine wichtige Rolle.
  • Initiierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekten
  • Unterstützung bayerischer Unternehmen bei der Projektkonzeption.

Bisherige Aktivitäten der wiba-Koordinationsstelle

Seit 1997 wurden rund 45 Projekte mit einem Finanzvolumen von ca. 100 Mio. € im Rahmen der Wasserstoff-Initiative Bayern anteilig gefördert. Diese weisen ein breites Themenspektrum von der Wasserstofferzeugung über Wasserstofflogistik und ?speicherung bis hin zur Entwicklung und Anwendung von Brennstoffzellen, einschließlich aller erforderlichen Systemkomponenten, auf. Als Beispiele seien genannt:

  • Das Wasserstoffprojekt am Flughafen München (ARGEMUC): 13 Unternehmen testen verschiedene Verfahren zur Herstellung, Speicherung und Betankung von gasförmigem Wasserstoff sowie die weltweit erste öffentliche Roboter-Tankstelle für flüssigen Wasserstoff.
  • Bayerische Unternehmen entwickeln und erproben stationäre Brennstoffzellen mit PAFC und MCFC-Technik. Dabei stehen Anwendungen im Vordergrund, bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme- oder Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung zum Einsatz gelangen.

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Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie
Mitarbeiter: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, Dipl.-Phys. Roger Corradini, Dipl.-Ing. Michael Beer, Dipl.-Ing. Philipp Pfeifroth, Dipl.-Ing. Stefan Richter