| Dielektrische Entfrostung von Nahrungsmitteln |
Entwicklung eines Verfahrens zur dielektrischen Entfrostung von abgepacktem, tiefgefrorenem Räucherlachs
Im Kondensatorfeld erzwingt das aluminiumkaschierte Kartonbrett eine Äquipotenzialfläche. Für diesen Anwendungsfall sind ausschließlich quasihomogene Kondensatorfelder und keine Streufelder geeignet. Der Leistungseintrag in die gefrorene Ware ist im Kondensatorfeld ausreichend gleichmäßig. Wie in untenstehendem Diagramm beispielhaft dargestellt ist, führt eine Erwärmungsdauer von 7 Minuten bei der Behandlung einzelner Packungen mit einer Leistung von ca. 90 W zu einer weitgehend homogenen Temperaturverteilung von ca. -5 °C bis -1 °C.
Nur in den äußersten Randbereichen wird der Fisch von dem angrenzenden Kartonbrett etwas stärker erwärmt. Hier werden Temperaturen um 3 °C erreicht, die sich aber nach dem Abschalten des Feldes rasch wieder an die Temperatur des restlichen Fisches angleichen. Bei der Behandlung von Packungsstapeln wirkt ein planparalleles alukaschiertes Kartonbrett wie eine zusätzliche zwischengelegte Kondensatorplatte. Die Erwärmung von Stapeln ist daher möglich. Im Vergleich zur bisherigen Auftauzeit von zwei Tagen ist die dabei erzielte Auftauzeit mit ca. 30 bis 60 Minuten in mehrfacher Hinsicht ein erheblicher Gewinn. Zum einen ist es nun logistisch möglich, noch am selben Tag auf Marktanforderungen zu reagieren. Zum anderen verlängert sich die Mindesthaltbarkeitsdauer wegen des definierten Auftauzeitpunktes um ein bis zwei Tage. Mitarbeiter: Dipl.-Ing. D. Köhler, Dr.-Ing. G. Rosenbauer, Dipl.-Ing. A. Waegele |






